
[Verse] Als Kind war der Himmel immer grenzenlos und weit Jeder neue Morgen hielt ein Versprechen bereit Ich wollte wissen, warum jeden Abend die Sonne unterging Und warum der Tag immer mit morgens anfing Ich konnte Stunden in denselben Wolken reisen Musste niemandem etwas beweisen Die Welt war ein Geheimnis, das sich jeden Tag neu erfand Und ich wollte immer weiter bis zu ihrem Rand [Pre-Chorus] Ich dachte irgendwann ergibt alles irgendwie Sinn Wenn ich nur groß genug geworden bin [Chorus] Mit anderen Augen Seh ich die Welt von früher, damals wirkte alles leiser heute nur noch laut Was damals selbstverständlich war, ist mir heute nicht mehr ganz so vertraut Ich hab gedacht ich weiß genau, wie alles funktioniert Doch heute merk ich, dass sich vieles einfach verliert Mit anderen Augen Seh ich die Wege, die ich früher blind gelaufen bin Und viele Antworten von damals haben heute einen anderen Sinn Ich hab gelernt, dass nichts für immer bleibt Und alles beugt sich dem Lauf der Zeit Mit anderen Augen Mit anderen Augen Es lohnt sich immer hinzuschauen Mit anderen Augen [Verse] Später kamen Menschen, oft nur für kurze Zeit Manche wurden wichtig, von anderen hat man sich einfach entzweit Ich hab gesehen, wie Nähe aufblüht und wieder zerfällt Wie manches nie, aber anderes für die Ewigkeit hält Wir haben Pläne gemacht und manche haben versagt. Haben uns Geheimnisse anvertraut und Sorgen vertagt Ich hab erlebt wie schnell aus „für immer“ ein irgendwann, oder ein niemals entstand Und trotzdem hat es alles irgendwie geprägt Auch wenn man es nicht direkt so empfand [Pre-Chorus] Als Kind war die Welt bunt Erwachsene sehen oft nur noch schwarz und weiss doch durch diese eingeschränkte Sicht geht mehr verloren als man auf den ersten Blick weiß [Chorus] Mit anderen Augen Seh ich die Menschen, die mal Teil von mir gewesen sind Nicht alles ist geblieben, aber vieles macht auch heute noch Sinn Was ich verloren glaubte, ist nicht wirklich vergangen Manches ist nur in eine andere Form übergegangen Mit anderen Augen Seh ich die Momente, die sich damals wichtig angefühlt haben Und jetzt merk ich, sie haben mich bis heute getragen Ich erkenne wie viel einem das Leben schenkt und wie manches sich fügt Weil alles irgendwie zusammenhängt Mit anderen Augen Mit anderen Augen Vieles wird erst echt auf den zweiten Blick Mit anderen Augen [Verse] Heute seh ich Kinder, die genau da stehen wie damals ich Mit denselben Fragen im Gesicht Und dem Gefühl, dass alles noch ganz einfach ist Sie rennen los, ohne zu wissen wohin Ich seh mich selbst in jedem ihrer Schritte Und merk, dass ich innerlich selbst ein Stückweit Kind geblieben bin Es ist nie ganz verschwunden, nur leiser geworden Aber immer noch neugierig, offen und bereit für morgen [Bridge] Es ging nie darum, alles zu durchschauen Vielleicht nur darum, nicht aufzuhören zu vertrauen Und verstehen das selbst das Unbekannte irgendwann ein Teil von dir wird Und sich nichts wirklich jemals verliert [Final-Chorus] Mit anderen Augen Seh ich dieselbe Welt und sie wirkt trotzdem wie neu gebaut Nicht alles ist logisch, aber vieles bleibt vertraut Ich muss nicht mehr kämpfen gegen das, was ich nicht check Weil selbst das Unfertige mich heute nicht mehr erschreckt Mit anderen Augen Seh ich mein Leben nicht mehr nur als falsch oder richtig Sondern als irgendwas dazwischen, und das ist mir wichtig Ich bin nicht der, der alles sofort versteht Aber ich bin der, der trotzdem weitergeht [Outro] Und nichts ist jemals fertig Und nichts bleibt jemals gleich Und alles geht nur weiter Mit der Zeit Und ich geh mit Mit anderen Augen... Mit anderen Augen...

