
So hab mich in dich verliebt (Dina Version Part 1)
[Verse 1] Es war dieser Samstag Viel zu spät Viel zu laut Ich stand mit meinem Glas an der Seite Halb gelangweilt Halb betrunken Hab auf mein Handy gestarrt und so getan Als würde ich irgendwem zurückschreiben Während ich eigentlich nur überlegt hab Warum ich überhaupt wieder hier gelandet bin. Überall Parfum und verschüttete Drinks Jemand hat gelacht Viel zu schrill Und die Musik hat in meiner Brust gedröhnt Aber in meinem Kopf war es seltsam leer. Ich hab die Leute beobachtet Wie sie sich aneinandergeschoben haben Fremde Die so taten Als wären sie sich nah Arme in die Luft Verwischte Gesichter im flackernden Licht Und ich hab mich gefragt Ob ich nicht einfach nach Hause gehen soll. Der Boden hat leicht gebebt Bei jedem Bassschlag Als würde der Raum selbst zu schnell atmen Und ich stand da Mit einem Fuß schon halb woanders Mit diesem müden Blick Den man bekommt Wenn man eigentlich längst gehen will Aber sich noch nicht bewegt. Neben mir hat jemand nach Eiswürfeln gefragt Irgendwer hat „noch einen Drink?“ gerufen Und irgendwo hinten ist eine Flasche zu Boden gefallen Kurz Stille Dann wieder Gelächter Als wäre nichts passiert. Ich hab durch die Menge gesehen Wie durch beschlagene Scheiben Und jede Bewegung schien mir unnötig Zu groß Zu laut Zu nah. Ein Typ mit rotem Hemd hat sich durch zwei Leute geschoben Als gehörte ihm die Nacht Eine Frau hat ihr Haar zurückgeworfen Und für einen Moment sah alles aus wie ein Bild Das zu oft kopiert worden war. Ich hab an der Kante meines Glases gedreht Mit den Fingern Immer im gleichen Kreis Und mir eingeredet Dass ich nur noch diesen einen Song abwarte Nur noch diesen einen Moment Bis ich wirklich gehe. Doch der Song wurde lauter Dann wieder weicher Dann begann er von vorn Und ich stand immer noch da Wie festgenagelt zwischen den Lichtern Zwischen Rauch Zwischen Gesprächen Die ich nicht führen wollte. Mein Handy war längst dunkel In meiner Tasche Und ich hab es nicht mehr rausgeholt Weil selbst die Idee Noch jemandem zu schreiben Plötzlich zu anstrengend war. Ich hab die Decke aus Licht über mir gesehen Wie sie in Farben zerfiel Grün Blau Violett Und ich dachte Wie seltsam es ist Dass ein ganzer Raum voller Menschen Einen trotzdem allein fühlen lassen kann. Jemand streifte meinen Arm Entschuldigte sich nicht mal Und ich hab kaum reagiert Nur weiter in die Menge geschaut Als würde irgendwo dort Etwas auf mich warten Auch wenn ich nicht sagen konnte Was. Die Luft war schwer Von Wärme Von Alkohol Von zu vielen Stimmen gleichzeitig Und trotzdem hatte ich das Gefühl Dass es noch etwas anderes gab Etwas Feineres Kaum merklich Wie ein erstes Ziehen im Bauch Das man erst hinterher versteht. Ich hab mich einmal umgedreht Zur Tür Zur dunkleren Ecke Zum Ausgang Und wieder zurück Weil ich wirklich nicht wusste Ob ich bleiben oder verschwinden sollte. Dann sah ich dich noch nicht Nicht direkt Nur diese kleine Verschiebung im Raum Als hätte jemand leise eine Linie neu gezogen Und alles ringsum für einen Sekundenbruchteil anders sortiert.


