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Zielorientiert - 15.05.2007

Zielorientiert Wie sind wir doch alle so schrecklich zielorientiert. Wie wird es doch als unerträglich empfunden, nicht das Ziel zu erreichen, das man doch dringlichst erreichen möchte. Möchte? Das Muss steht oft dahintert wie darunter. Also um was geht`s? Da ist doch schon wieder ein Ziel im Raum, so als ob das Ziel für sich ohne Person es aushalten könnte. Das Ziel ist die Verabreichung einer geistigen Kost, zielorientiert werden wir gefüttert mit einer Kost die uns als erstrebenswert erscheint. Wir sind ja so schrecklich zielorientiert und das ist schon so banal in uns verankert, dass wir gar nicht auskommen. Haben wir Hunger, machen wir uns auf zum Kühlschrank, ist da nichts drinnen, gehen wir einkaufen und um einkaufen zu können gehen wir arbeiten oder lassen uns das Geld schenken. Immer vom Ziel verfolgt! Und selbst die Sterne am Himmel sind zielorientiert, sie dürfen die Kulisse des Zielspektakels nicht verlassen. Doch gibt es über uns hinaus noch Ziele, solche die abseits der Zielwut menschlicher Spezies noch Ziele abgeben. Wenn wir, wie wir es immer tun, von uns auf andere schließen und auf eine Zielführung im ganzen Kosmos blicken, so wird das Ziel unseres Menschseins in ein ganz anderes Spektrum gestellt. Ein Ziel für mich über alle Grenzen, über den Tod hinaus… Nein es kommt jetzt kein religiöses Trostpflaster, denn das Ziel schlägt zurück und fragt nach dem Jetzt einer jeden Entscheidung, denn diese Entscheidungen bewegen uns in eine Richtung, sowohl als auch. Es ist nichts dem Zufall überlassen, weil ein Zufall nie zufällig ist, auch wenn wir für unsere Ziele so viele Kose- und Decknamen vergeben. Mir geht es darum, wieder einmal festzustellen, dass alles in dieser Welt von Intelligenz erdacht ist, selbst wenn wir in den letzten Winkel der Natur blicken, alles hat ein Ziel und wenn es zunächst einmal nur das Dasein ist. Doch das Dasein in sich ist jedoch auch nur ein bedingtes zeitliches Ziel.