[Intro, soft guitar Solo] [Verse1] Ich treib im leisen Orbit, fern von jeder Zeit, hab die Erde unter mir, freiwillig in der Einsamkeit Die Städte flimmern müde durch mein kleines Fensterlicht, ich zähl die kalten Strömungen im menschlichen Gesicht. [Prechorus1] Fernsehbilder ohne Wärme, Stimmen aus dem All, Nachrichten wie Gezeiten, steig’n und sinken überall. Ich mess die Temperatur von allem, was ist und mal war, und jede neue Kurve erscheint immer wieder sonderbar. [Chorus1] Wird es kälter zwischen euch da unten auf der Welt? Oder glüht noch irgendwo ein Herz, das dagegen hält? Gibt es noch ‘nen warmen Strom, der leise weiterzieht, oder ist das, was uns als Menschen erhält, längst schon im All verglüht? [Verse2] Ich seh die Kriege flackern wie Stürme im Ozean, seh die Erde müde werden, weil man sie nicht mehr lieben kann. Zu viele reden laut, doch keiner hört mehr zu, die Wahrheit treibt im Schatten, und die Lüge findet keine Ruh. [Prechorus2] Bildschirme machen einsam, während alles sich vernetzt, und der Mensch sich selbst im Spiegel immer weiter überschätzt. Ich dreh mein Fernrohr langsam von der Heimat weg ins ferne Licht, such nach einem andern Ort – doch finde ihn dort nicht. [Chorus2] Wird es kälter zwischen euch da unten auf der Welt? Oder glüht noch irgendwo ein Herz, das dagegen hält? Ich such nach einem Zeichen, das mir Hoffnung wieder gibt, doch ich seh nur leere Weite, die mich langsam überzieht. [Solo, soft trumpet] [Verse3] Jahre zieh’n in Stille durch mein schwereloses Sein, und selbst die Sterne fühlen sich nicht mehr wie Hoffnung an. Ich hab mich selbst verloren in der endlosen Distanz, doch sie sagen nur: „Du bleibst“ – und diese Antwort machts noch schlimmer. Also roll ich mich zusammen, verlier mein letztes bisschen Mut, lass den Hunger leise wachsen, bis in meiner Seele alles ruht. [Verse4] Dann ein Klang wie aus der Kindheit, weich und fast vertraut, eine Klingel, die mich ruft, leise, warm und doch so laut. Mit dem letzten Rest an Kraft schweb ich durch den dunklen Raum, öffne langsam meine Tür – und glaub es ist ein Traum. [Prechorus3] Licht fließt in meine Leere, nimmt mich einfach in den Arm, keine Worte, nur ein Gefühl, unendlich still und warm. Und sie sagt: „Du bist nicht allein, ich bleib jetzt hier bei dir“, und plötzlich fühle ich die Erde… und die Nähe kommt zurück zu mir. [Chorus3] Es wird wärmer zwischen uns, irgendwo beginnt es schon, ein leiser Strom aus Nähe trägt mich sanft davon. Und ich weiß, egal wie weit die Dunkelheit auch zieht, dass ein Funken Menschlichkeit niemals ganz verglüht. [Verse1] Ich treib im leisen Orbit, fern von jeder Zeit, hab die Erde unter mir, freiwillig in der Einsamkeit hab die Erde unter mir, freiwillig in der Einsamkeit