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Herbstgedanken

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lyrics (c) Metalcaver_rav 2025 _________________________ Farbprächtig werden nun die Wälder mit jedem Tage etwas mehr, die Tage kürzer, die Nacht kommt bälder, der Wind fegt schon die Bäume leer. Und ist noch heut' der Himmel blau, fällt bald die Welt ins Nebelgrau. Die milden Sonnenstrahl’n in Bälde – sie weichen bitterfeuchter Kälte. Seit Kindesbeinen ist bis heut’ mir Herbst die liebste Jahreszeit. Mein Herz, es pocht jetzt wie sonst nie in freudiger Melancholie. Ich fühl das Leben tiefer brennen, als wollt’s den Abschied überrennen; die Farben glüh’n, als wüssten sie, dass bald erstarrt die Harmonie. Ich atme tiefer diese Pracht, bevor die Welt versinkt in Nacht, denn jedes Rot, so tief es glüht, ein letztes, rasches Leben sprüht. Ich seh, wie jede Stunde rinnt, wie flüchtig wir im Winde sind; drum lieb ich, was vorübergleitet – weil’s mir des Daseins Sinn bereitet. Denn noch umfangen mich die Stunden, wo Gold auf feuchten Wegen ruht. Ich hab' die tiefste Lust gefunden in diesem stillen, dunklen Mut. Seh' ich den Nebel sacht sich lichten, ein Trugbild uns'rer Hoffnung blühn, dann lern' ich neu, auf das zu achten, was einmal war und muss verglühn. Der Winter droht mit seinem Schweigen, ein Sinnbild für den letzten Rest. Doch soll ich dem Verfall mich neigen? Nein! Das Gefühl ist mir ein Fest! Denn wer die Schönheit je erfahren, in Farbenrausch und Nebelschwall, der wird sie tief im Herzen wahren, trotz Kälte, Dunkelheit, Verfall. So mahnt mich jedes welke Blatt, dass nichts Bestand im Leben hat. Und jeder Schönheit kurze Zeit, gemahnt an die Vergänglichkeit. Und wenn der letzte Vogel schweigt, der Himmel schwer herniedersteigt, dann weiß ich still, in allem Leid, liegt Trost: im Kreis der Ewigkeit.