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Bis zum Ersten

V6

[Verse 1] Am Anfang sieht die Zahl noch gut aus, für einen kleinen Augenblick. Dann gehen Miete, Strom und alles raus, und Stück für Stück verschwindet sie. Ein Dauerauftrag hier, die Rechnung dort, Versicherung zieht leise fort. Noch ist der Monat ziemlich jung, doch meine Zahlen werden krumm. [Pre-Chorus] Ich rechne vor, ich rechne zurück. Was bleibt noch übrig von diesem Stück? [Chorus] Bis zum Ersten, noch so viele Tage. Bis zum Ersten, und dieselbe Frage: Was kommt noch rein, was geht noch raus? Was kann noch warten, was muss jetzt raus? Bis zum Ersten zähl ich jeden Schritt. Das Leben läuft weiter, doch mein Konto zählt mit. [Verse 2] Im Laden wird der Wagen nicht mehr voll, obwohl fast dasselbe drinnen liegt. Man schaut aufs Schild und denkt sich still, seit wann kostet Alltag so viel? Dann geht am Auto irgendetwas kaputt, der Kühlschrank macht ein fremdes Geräusch. Und plötzlich wird aus „Das geht schon noch“ ein Monat voller Vielleicht und Doch. [Pre-Chorus] Ein kleiner Fehler, ein falscher Tag, und alles kippt, was eben noch lag. [Chorus] Bis zum Ersten, noch so viele Tage. Bis zum Ersten, und dieselbe Frage: Was kommt noch rein, was geht noch raus? Was kann noch warten, was muss jetzt raus? Bis zum Ersten zähl ich jeden Schritt. Das Leben läuft weiter, doch mein Konto zählt mit. [Psychedelic Bridge] „Abbuchung erfolgt.“ „Preis wurde angepasst.“ „Ihr neuer Abschlag …“ „Fällig zum Monatsende.“ Neunundneunzig. Vierundachtzig. Hundertzwölf. Plus. Minus. Weiter. Bon für Bon, Zahl für Zahl, alles wird zur Dezimalzahl. Und irgendwo dazwischen soll noch Leben sein. [Break] Ich will keinen Luxus. Kein Haus aus Gold. Ich will nur nicht bei jedem kleinen Problem erst rechnen müssen, ob ich es mir leisten darf. [Final Chorus] Bis zum Ersten, noch ein paar Tage. Bis zum Ersten, doch ich kenn die Lage. Was kommt noch rein, was geht noch raus? Was kann noch warten, was hält noch aus? Bis zum Ersten, und dann beginnt es neu. Die Zahl wird größer, für einen Augenblick. Bis zum Ersten dreht sich alles weiter. Und jeden Monat fang ich wieder an. [Outro] Man sagt: „Geld ist nicht alles.“ Stimmt. Aber fehlt es, steht es ziemlich oft zwischen allem.