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Wolke sieben und der Boden

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V6

ZWISCHEN WOLKE SIEBEN UND DEM BODEN [Strophe 1] Du lässt das Fenster offen, weil die Luft nach Frühling riecht. Ich zieh die Vorhänge zu, ich ertrag das Helle nicht. Du hörst in jedem Liebeslied den Anfang eurer Zeit. Ich schalt das Radio leiser, denn bei mir singt alles Leid. Du lässt zum ersten Mal seit Jahren deine Zweifel vor der Tür. Ich schlaf noch auf der einen Seite, als wär jemand neben mir. Du lernst, wie schön es sein kann, einem Menschen zu vertrauen. Ich kann jemandem gefallen und ihm trotzdem nicht mehr glauben. [Pre-Chorus] Wir sagen beide „Liebe“, doch wir meinen nicht dasselbe. Du denkst an einen Menschen. Ich an alles, was mir fehlte. [Refrain] Für den einen ist es Wolke sieben, für den andern bricht der Himmel ein. Einer will für immer bleiben, einer hält das Bleiben nicht mehr aus. Einer öffnet seine Arme, einer schließt sich selber ein. Und ich steh mit all den Scherben vor dem nächsten „Du kannst mir vertrauen“. Ich will wieder etwas fühlen, ohne Angst vor dem Danach. Doch sobald du mir zu nah kommst, wird die alte Wunde wach. [Strophe 2] Du freust dich auf die Nachricht, die dich aus dem Schlaf noch holt. Ich dreh mein Handy um, hab zu oft umsonst gehofft. Du erzählst von euren Plänen, und dein Blick geht irgendwohin. Ich nick und halt die Tasse fest, damit ich ruhig bin. Dabei fehlt mir diese Wärme, dieses grundlos Glücklichsein. Jemand fragt: „Wie war dein Tag?“, und ich muss nicht vorsichtig sein. Doch wenn jemand meine Hand nimmt, zieh ich meine viel zu schnell aus der seinen und behaupte, ich komm gut allein zurecht. [Pre-Chorus] Ich hab so viel zu geben, doch ich geb es kaum noch her. Denn ich weiß, wie lange Nächte dauern, wenn am Morgen jemand fehlt. [Refrain] Für den einen ist es Wolke sieben, für den andern bricht der Himmel ein. Einer will für immer bleiben, einer hält das Bleiben nicht mehr aus. Einer öffnet seine Arme, einer schließt sich selber ein. Und ich steh mit all den Scherben vor dem nächsten „Du kannst mir vertrauen“. Ich will wieder etwas fühlen, ohne Angst vor dem Danach. Doch sobald du mir zu nah kommst, wird die alte Wunde wach. [Bridge – erst leise, dann aufbrechend] Für den einen Wolke sieben. Für den andern siebter Stock. Wenn ein Mensch vor lauter Schmerzen keinen nächsten Morgen hofft. Bitte, sieh auch hinter Fenster, wo schon lange kein Licht brennt. Manchmal weißt du nicht, wie wenig einen Menschen noch zusammenhält. Und ich sag jetzt: „Mir geht’s nicht gut.“ Lass die Worte endlich raus. Du setzt dich neben meine Tränen, und zum ersten Mal halt ich sie aus. [Letzter Refrain – kraftvoll] Für den einen ist es Wolke sieben, für den andern bricht der Himmel ein. Heute kann ich mich nicht öffnen, heute lass ich dich nur bei mir sein. Du musst meine Angst nicht lösen, ich weiß selbst noch keinen Weg. Aber wenn du meine Hand hältst, merk ich, dass sie sich noch regt. Vielleicht werd ich wieder lieben. Heute tut die Liebe weh. Und ich bleibe noch hier sitzen, auch wenn ich den Morgen noch nicht seh. [Outro – fast gesprochen] Du fragst nicht, wann ich wieder lächle. Ich muss dir nichts versprechen. Zum ersten Mal seit langer Zeit muss ich mich nicht verstecken.