[Intro – Female Spoken Word, kühl] "Es braucht keinen Meteorit. Nur ein paar falsche Entscheidungen. Und morgen wirkt wie ein Endzeitfilm." [Verse 1 – Male Rap] Die Straßen leer, Tankstellen tot, kein Tropfen mehr im Schlauch, das Radio nur Rauschen, jeder Blick zum Himmel rau. Regale wie Gerippe, Nudeln teurer als ein Ring, ein Liter Öl wie flüssig Gold, das man sich kaum noch gönn'n kann. Die Städte flackern, Strom ist Luxus, Blackout jede Nacht, ein Fahrstuhl wird zur Falle, wer drin sitzt, hat nicht gelacht. Der Mensch wird schnell zum Tier, wenn der Hunger an ihm frisst, und der Nachbar, den du kanntest, wird zum Gegner, wenn er's ist. [Pre-Chorus – Male Rap, Female leise Harmonien] Wir dachten, Endzeit sei nur Kino, Popcorn, lautes Bild, doch ein Konflikt im Nahen Osten macht die Zukunft plötzlich wild. [Chorus – Female Lead, episch, Male Ad-libs] Mad-Max-Morgen, wenn wir weiter schlafen geh'n, wenn wir's seh'n und trotzdem still daneben steh'n. Kein Benzin, keine Wahrheit, nur noch kalter Stahl, doch es liegt in uns'rer Hand, ob's wird zur letzten Wahl. Mad-Max-Morgen, oder drehn wir jetzt noch um, bevor aus jeder Stadt 'ne Wüste wird – kalt und stumm? [Instrumental – Düstere Synths, schwere Drums, 8–12 Takte] [Verse 2 – Male Rap] Der Staat im Krisenmodus, sagt: "Wir ham alles im Griff", doch vor den Ämtern steh'n sie schlange, warten stumm auf neuen Schrift. Essensmarken, Notfallpläne, "Bleibt ruhig", sagt jeder Spot, während irgendwo die Eliten längst geflohn im Privatjet-Gott. Sie bunkern Wasser, Filter, Seeds, in Bunkern unter'm Land, während wir über Raten reden, über Miete, über Pfand. Und all das nur, weil irgendwo Raketen Himmel schneid'n, weil alte Männer Macht beweis'n auf Kosten uns'rer Zeit. [Pre-Chorus – Duett, eindringlicher] Wir dachten, Endzeit sei nur Kino, Popcorn, lautes Bild, doch ein Funke reicht, damit das Kartenhaus in sich zerfällt. [Chorus – Duett, stärker] Mad-Max-Morgen, wenn wir weiter schlafen geh'n, wenn wir's seh'n und trotzdem still daneben steh'n. Kein Benzin, keine Wahrheit, nur noch kalter Stahl, doch es liegt in uns'rer Hand, ob's wird zur letzten Wahl. Mad-Max-Morgen, oder drehn wir jetzt noch um, bevor aus jeder Stadt 'ne Wüste wird – kalt und stumm? [Instrumental – Beat-Break, Industrial-Sounds, 8 Takte] [Bridge – Female Spoken Word, anklagend] "Sie sagen: 'Ihr übertreibt.' Doch jede Krise von gestern war mal eine Warnung von vorgestern, die keiner hören wollte. Eskaliert sie, ist es plötzlich 'unvorhersehbar'." [Verse 3 – Male Rap, kämpferisch] Doch wir sind nicht Statisten in 'nem Film, der festgeschrieb'n, wir könn'n das Skript zerreißen, bevor die letzten Credits zieh'n. Wenn wir heute klar benennen, was passiert, wenn's weiter läuft, wenn wir Macht nicht mehr vergöttern, sondern Menschlichkeit erneu'n. Wenn wir Aufstand nicht als Chaos, sondern als Gewissen seh'n, wenn wir Wählen, Streiken, Sprechen nutzen, statt nur wegzugeh'n. Dann wird aus Endzeit-Fantasie 'ne Warnung, die uns rettet, und aus dem Wüstensand 'ne Erde, die man neu bepflanzt, nicht wettet. [Pre-Chorus – Beide, leiser Beginn, dann Steigerung] Wir dachten, Endzeit sei nur Kino – doch es liegt an dir und mir, ob der Abspann "Game Over" oder "Neuanfang" markiert. [Chorus – Finales Duett, maximaler Druck] Mad-Max-Morgen, wenn wir weiter schlafen geh'n, oder 'n neuer Morgen, weil wir endlich aufrecht steh'n. Kein Benzin für ihre Kriege, keine Macht aus uns'rer Furcht, sondern Menschen, die begreifen, was Verbundenheit bewirkt. Mad-Max-Morgen? Nein, wir drehn die Richtung um, denn wir sind nicht ihre Statisten – wir sind laut, wir sind nicht stumm. [Outro – Instrumental, langsam ausblendend, Female Spoken Word flüsternd] "Endzeit ist kein Genre. Es ist eine Option. Und wir haben die Wahl, sie abzuwählen."