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Ich kam zu dir am Hosiannatag

V3.5

Ich kam zu dir am Hosiannatag Und sah dich im Triumph durch Sahlem reiten, Doch auch schon alles, was noch vor dir lag, Sah hinter dir ich im Gefolge schreiten. Da wendete ich mich zur Klagemauer Und stand mit heißer Stirn am kalten Stein. In deinen Jubel warf ich meine Trauer, Denn mit dir zog ja auch dein Judas ein. Ich kam zu dir am Eli-lama-Tag Und sah dein Haupt im Todesschmerz sich senken. Doch als dein Mund das Asabthani sprach, Musst schon ich an das nahe Ostern denken. Du warst ja einst auf jenen Berg gestiegen, Den man als Stätte der Verklärung preist, Und musstest beide, Grab und Tod, besiegen In deiner Kraft als erdenfreier Geist. Nun komme ich zum Auferstehungstag Und sage dir: Die Steine sind verschwunden. Die Jünger sahen früh im Grabe nach Und haben deinen Leichnam nicht gefunden. Soll wohl der Geist hier in der Gruft verbleiben, Wo doch der Körper längst schon auferstand? Steh auf, steh auf! Es gibt noch viel zu schreiben, Jedoch von jetzt nur mit – der Geisterhand!