
Zwischen Rängen und Ruinen
[1. Strophe] Im Schatten der Tribünen, wo wir einst gesungen, lag unser Stolz in Flutlicht getaucht. Der Rasen – vom Regen und Kämpfen durchdrungen, hat Geschichten erzählt, nie ganz ausgehaucht. Der Ball rollte frei durch die Jahre der Treue, wir hielten zusammen, auch wenn’s schwer fiel. Doch jetzt steht das Aus an, mit leerer Zuschauerreihe, weil die Zukunft den Ort nicht mehr will. [Refrain] Oh Karl-Heitz, wir steh’n an deinem Grab, rote Fahnen, weißer Staub und Herzschlag. Zwei Ligen gefallen, kein Boden in Sicht, doch wir tragen dein Feuer – verlöschen tun wir nicht. [2. Strophe] Sie reden von Plänen, von Parks und von Bäumen, doch vergessen, was hier mal begann. Die Seele des Spiels lässt sich nicht träumen, sie lebt nur dort, wo’s wirklich brannte dann. Die Stehplätze wanken, das Holz ist veraltet, doch hier war mehr als Beton und System. Ein Ort, der uns prägte, wo man Haltung gestaltete, nun wird er verdrängt – für ein grünes Emblem. [Refrain] Oh Karl-Heitz, wir steh’n an deinem Grab, rote Fahnen, weißer Staub und Herzschlag. Zwei Ligen gefallen, kein Boden in Sicht, doch wir tragen dein Feuer – verlöschen tun wir nicht. Bridge Vielleicht bau’n sie neu, vielleicht kommt was zurück, doch Tradition hat kein digitales Glück. Ein Stadion lebt nur durch Stimme und Blick, nicht durch Drohnenbilder vom nächsten Kick. [Refrain ] [Chor] Oh Karl-Heitz, du warst unser Zuhause, kein Beton kann ersetzen die Pause, in der wir atmeten, jubelten, fluchten – jetzt ziehen wir weiter, doch tragen dich in uns.


