
Vorwort Vor jedem Werk setzt man sich hin und denkt nach, wie hoch sind die Kosten meines Werkes?, kann ich es durchstehn?, wie sieht`s mit dem Gegenwind aus?. Mein Werk, was heißt das schon? Was erreicht mein Werk und wen erreicht es ?, das sind Fragen die einen Dichter begleiten. Immer wieder das eigene Werk auch in Frage stellen, nicht um sich selber nieder zu machen, nein vielmehr um die Fragen zum eigenen Werk besser in Worte fassen zu können. Die Kosten des Werkes sind neben den Materialkosten die geistigen Kosten. Sicherlich, ein Dichter der dem Zeitgeist das Maul redet hat hier nur geringe Kosten zu erwarten. Ja, ich unterstelle mal, dieser Dichter ist schneller der Lieferant für unterhaltsame Literatur. Oh ja, hohe Kosten wirft es auf, an die Tabus hin zu schreiben und schon die kleinen Füllerkleckse an den Gutmenschen dieser Tage rufen wahre Rachegelüste an und in den vielgeachteten Dichtern hervor. Wer Erfolg mit seinem Werk hat möchte diesen auch behalten, daran haben dann auch die Kunstkonsumenten Interesse. Welch ein Kunstkampf oder soll man Krampf sagen. Also meine Kosten sind schon so oft überschlagen, dass ich frei bin von Überlegungen, auch nur irgendjemandem mit Kunst entgegenkommen zu wollen und davon den Lebensunterhalt Kosten bestreiten zu müssen. Eine junge Künstlerin des gesungenen Wortes bemühte einen interessanten Vergleich, „Dichter schreiben einsam“ und das Mädl singt noch so ungefähr, „Hast du jemals einen Dichter schreiben gesehn…“ Oh ja, das gehört zu meinem Werk dazu, unter den Menschen, egal ob am Cafehaustisch oder wie gerade am See, jawohl am See. Schreiben unter freiem Himmel hat etwas, es ist so etwas wie in die stille Poesie der Natur hineingenommen zu sein. Die Menschen, so glaube ich, wollen schon wieder mehr Dichter, die nahe an ihrem Leben sind, denn wer die Kosten seiner Umgebung kennt, denkt doch auch über das Eigene mit ganz anderen Gedanken nach. Vielleicht ist das der Unterschied der heute die Gelegenheit gibt, sich mit seinem Werk abzuheben, das auch in der Sprache. Damit kann ein Dichter mit Freude auch zu seinem Dialekt, zu seiner Meinung und heute besonders erschwerend zu seinem Glauben stehn. Wenn Sie jetzt neugierig sind, dann möchte ich Sie zwischen See und Cafehaus mit hineinnehmen in einen kleinen, momentanen Einblick in mein Werk, das schon den größten Anteil seines Inhalts im Titel trägt. „Aus`m Cafehaus und anderswo“ Roland, a boarischer Dichter

