Strophe 1 Ich wuchs in einem Haus aus grauem Stein, zwei Zimmer, und wir passten irgendwie hinein. Ein Hof, ein Fenster, manchmal etwas Licht, viel mehr von dieser Welt kannte ich nicht. Ein Motorrad zog den Umzug durch die Straße, ich lief daneben her und hielt mich leise. Ich wusste nicht, was bleibt und was vergeht, nur dass da etwas Neues vor mir steht. Refrain (Hook – einfach, offen) Im Keller lag die Kohle. Der Ofen war nie leer. Wir hatten nicht viel, doch wir trugen uns schwer. Und alles, was wir brauchten, war schon bei uns da. Strophe 2 Mein Vater kam nach Hause, müde, still, ein Blick von ihm sagte: Mehr geht heut nicht viel. Er ging, er kam, ein Tag, dann eine Nacht, und hat aus wenig irgendwie etwas gemacht. Ich lernte früh, dass Arbeit keine Bühne braucht, dass man nicht laut sein muss, wenn man an sich glaubt. Refrain Im Keller lag die Kohle. An den Händen noch der Ruß. Ich kannte kein Wort für Armut, nur das tägliche Muss. Und das, was uns zusammenhielt, hat keinen Namen gehabt. Strophe 3 Ich seh’ noch meine Mutter auf der Kellertreppe stehn, mit einem schweren Eimer, ohne sich umzudrehn. Stufe für Stufe, Winter für Winter, als wär das Tragen Teil von ihr für immer. An diesem Tag verlor ich einen Traum, vom großen Lenkrad und vom starken Mann. Und fand etwas, das viel leiser spricht, doch mich bis heute hält und nicht zerbricht. Bridge (fast gesprochen) Man spricht so viel von Wert, von dem, was etwas zählt. Ich hab das alles dort gelernt, wo man nichts davon erzählt. Letzter Refrain (noch reduzierter) Im Keller lag die Kohle. Das Herz war nie allein. Ich bin aus diesem Wenig ein Stück weit geworden – mein. Outro Das Haus gibt es nicht mehr, die Öfen sind längst kalt. Doch manchmal riecht mein Leben noch nach Kohle und nach Halt