
Intro – gesprochen] Yeah… Manchmal verlierst du nicht alles auf einmal… Manchmal verlierst du es Stück für Stück… Und merkst es erst, wenn keiner mehr da ist… [Strophe 1] Du warst ein schlauer Junge, hattest Spaß am Lernen und der Welt erklären, gingst deinen Weg bis zum Abitur, wolltest Medizin studieren. Du ließest dich inspirieren, ein Sunnyboy auf dem richtigen Weg, alles lief nach Plan, jeder Schritt war sauber geplant . Du machtest deinen Doktor, glaubtest daran Menschen zu helfen, jeden Tag ein bisschen Hoffnung, für die, die selber kaum noch kämpften. Das Feiern war neben dem Job dein Leben, um Frauen warst du nie verlegen, Geld, Erfolg und schöne Nächte, all das ließ dein Ego steigen. Du hattest alles, alles schien perfekt, doch manchmal wird das große Ego am Ende selbst zum Unglück . [Refrain] Du hattest alles, doch wolltest immer mehr, heute sitzt du allein und dein Herz fühlt sich leer an. Der Doktor mit dem weißen Kittel, der allen Hoffnung gab, versucht nachts mit Alkohol seinen Schmerz zu betäuben . Du hattest alles, doch hast es selbst zerstört, weil die Stimme deines Egos jede Warnung überhört. Jetzt bleibt nur Stille, wo einst Liebe in dir war, ein einsamer Sunnyboy, der sich selbst verlor. [Strophe 2] Du lerntest eine Frau kennen und lieben, zwei Kinder krönten eure Ehe, es war der Höhepunkt des Lebens, genau die Zukunft, der perfekte Lebensplan. Doch alles schien perfekt, fast schon zu perfekt, also fingst du an es zu zerstören , denn die Perfektion schlug um in Langeweile im Alltag.. Deine Macht im Job, deine Chefposition war dein Hebel, du warst immer länger in der Praxis, und immer seltener zuhaus. Du vergnügtest dich mit Mitarbeiterinnen, es berauschte deine Sinne, gab dir das Gefühl begehrt zu sein, eine Flucht vor Alltag und der Familie. Du schlossest dich immer weiter aus, warst körperlich da, doch innerlich weg, und während du woanders warst, zerfiel euer gemeinsames immer mehr Tag für Tag.. [Refrain] Du hattest alles, doch wolltest immer mehr, heute sitzt du allein und dein Herz fühlt sich leer an. Der Doktor mit dem weißen Kittel, der allen Hoffnung gab, versucht nachts mit Alkohol seinen Schmerz zu betäuben . [Strophe 3] Die Ehe stand vor dem Aus, die Koffer waren gepackt, deine Frau mit den Kindern vorm dem großen Haus, und plötzlich war alles aus. Ein letzter kühler Blick, keine Tränen, kein Geschrei, nur diese eine Tür, und dein altes Leben war vorbei. Die Wohnung wurde leer und ruhig, der Alkohol betäubte den Verlust, doch jede Flasche dieser Welt nahm dir niemals die Schuld von der Brust. Jetzt nur noch Kontakt über Anwälte, im Scheidungsverfahren, zu lange auf dem Ego-Trip, zu lange gegen die Wand gefahren. Du hattest alles, aber wolltest immer mehr, jetzt gehört dir nicht mal mehr die Hälfte vom Haus.. Und jede Nacht schaut dich der Spiegel an, zeigt dir, was du wirklich bist, kein Gewinner, kein Held, nur ein Mann, der vieles vermisst. [Outro] Du bist über deine Überheblichkeit gefallen, ganz tief und ganz allein, das Leben von früher kannst du heute nicht zurückkaufen . Der Doktor bleibt der Doktor, den Titel nimmt dir keiner weg, doch Titel wärmen keine Seele, wenn niemand mehr mit dir sein Leben teilt. Und irgendwo in der Dunkelheit sitzt ein Sunnyboy und fragt sich .War all das es Wert um sein Glück wegzuwerfen für etwas Spass zu zweit ?

