
Die Schnecke auf besonderen Wunsch Ein Gedicht von mir aus dem verflossenen Jahr, ich glaub es war Neunzehnhundertfünfundachtzig, können meine Kinder auswendig. Immer wieder werde ich genötigt, der Merkfähigkeit meiner Damen zu lauschen. Lieber Papi, sei doch so gut, schreib`s noch einmal in einen neuen Gedichtband, den wir dann auch bekommen, weil die Lehrerin soll`s ja auch sehn. Hoffentlich gereicht es meinen Kindern nicht zum Nachteil. Von der Frau Eckardt hab ich ein Lob ausgerichtet bekommen, eine lebendige Religionslehrerin. Also pack mas, ich hol`s aus meinem Gedächtnislangzeitspeicher. Los geht`s` Die Schnecke Die Schnecke blieb auf der Strecke, kippte mit Herztod um, bum, keiner hat`s gesehn, nur der Schneckerich Ullerich hat`s bemerkt, hat ihr Herz massiert und sie in`s Leben rehabilitiert. Nun hüpft die einst tote Schnecke wieder happy rum, schau ned so dumm, sonst foit`s wieder um. Und die Moral von der Geschicht, auf Schnecken tritt man nicht. Sowas merken sich meine Kinder, was Gescheites solln`s lernen. Solln`s doch mal besser als der Papa haben, die Moral kappier ih ned.

