
[Strophe 1] Am Morgen, da tret’ ich aus meiner Tür, der Himmel noch grau, und die Straßen ganz still. Da seh’ ich die Nachbarin gegenüber, sie trägt ihre Taschen, so schwer wie ihr Blick. Ich lächle nur kurz, sie schaut erst verwirrt, doch dann huscht ein Lächeln auch über ihr Gesicht. So schlicht war der Anfang, so klein und so leis, und doch zieht ein Lächeln die ersten Kreise. [Strophe 2] Sie geht dann zum Markt und begegnet dort dem alten Verkäufer, sie lacht ihn an. Er richtet sich auf, spricht ein freundliches Wort, als hätt’ er ein Stück seiner Jugend getan. Und bald schon erzählt er ein Märchen den Kindern, die stehen und staunen mit leuchtenden Augen. Ein kleines Geschenk, so einfach, so leis, und wieder zieh’n Kreise, noch weiter im Kreis. [Strophe 3] Und irgendwo singt ein Straßenmusikant, er spürt diese Freude, die plötzlich entstand. Er greift seine Gitarre, der Klang fröhlich und warm ein Paar bleibt stehen, und er nimmt sie in den Arm Ein Lachen, ein Lied, und die Welt wird weit, die Stunden vergeh’n voller Herzlichkeit. Wer hätt’ es gedacht, es begann ganz leis: Ein Lächeln im Morgen, und Kreise um Kreise. [Refrain] Denn ein Lächeln fällt wie ein Stein in den See, und zieht seine Kreise, nimmt andre mit auf den Weg. Und wenn wir uns trauen, den Anfang zu geh’n, wird die Welt etwas heller, du wirst es seh’n. [Schluss] So sei doch der Erste am kommenden Tag, der mit einem Lächeln den Anfang wagt. Es kostet dich nichts, doch es trägt dich so weit, und manchmal verändert’s die ganze Zeit.

