
Ich komm aus Stein, ich komm aus Stein tief wie ein Grab und scharf wie ein Schnitt Ich komm aus Stein, ich komm aus Stein und jede Silbe fällt wie ein Blitz Goldene Säle, kalter Blick ich geh rein, und der Raum wird dick Stiefel schwer auf dem schwarzen Flur mein Name klingt wie ein altes Urteil nur Tief in der Brust, da rollt mein Ton eine Glocke aus Rauch, ein eiserner Thron Du hörst mich nah, doch ich bin weit wie ein Mönch im Krieg mit der Ewigkeit Ich zieh die Nacht an meinem Mund und mach aus deinem Puls ein Siegel, stumm Jede Zeile brennt, jede Pause bebt weil mein Schatten noch in deinen Knochen lebt Marmor kalt, doch mein Atem heiß ich zähle die Sekunden, ich zahl den Preis Die Kerzen flackern an der Wand und die Schatten knien nach meiner Hand Tiefes Geläut, dumpfer Marsch ich schneid durch den Lärm mit meinem Bass wie ein Bart Kein Lächeln weich, kein Blick aus Glas nur ein dunkles Gebet auf stählernem Maß Du willst den Ton, der dich nie verlässt ich geb dir die Linie, die sich in dich frisst Einmal gehört, dann sitzt sie drin wie ein Fluch mit Thron und königlichem Sinn Jetzt wird's still, nur der Boden spricht ein tiefer Schwur, ein finsteres Licht Ich hebe die Stimme, bis die Kammer bebt und die Melodie in deinem Blut verweht Ja sie bleibt sie bleibt sie bleibt Wenn ich abtauche, wird alles schwarz doch mein tiefster Akkord trägt dein Herz Kein Chor im Kreis, kein Applaus im Raum nur dieser eine Takt wie ein dunkler Traum Ich sing dich fest in das Mauerwerk zieh deinen Namen durch mein Reich und Werk Und wenn du später schweigst im Wind weißt du, wo die ersten Schatten sind Ich bin der Ton, der nicht vergeht der in der Rippe sitzt und weitergeht Einmal gehört, dann nimmst du ihn mit wie ein Fluch, der lächelt und nie vergisst

