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ICH BIN NICHT EURE NOTLÖSUNG

[Instrumental Intro – 12 Sek., kalter Hall, Bass, trockene Drums, Metall, keine Stimmen] [Strophe 1 – gerappt, ruhig mit wachsendem Druck] Ihr meldet euch, wenn sonst keiner mehr antwortet. Wenn euer Plan zerfällt und jede andere Tür geschlossen ist. Dann kennt ihr plötzlich meine Nummer. Dann wisst ihr wieder, wo ich wohn. „Hey, lange nichts gehört.“ Ja. Und das lag nicht an mir. Ich war nur nicht interessant, solange alles lief bei euch. Doch kaum brennt euer Kartenhaus, holt ihr mich aus der Schublade und nennt das Vertrauen. Ich soll zuhören. Soll verstehen. Soll die Scherben mit euch sammeln, die ihr selbst habt liegen lassen. Doch wo wart ihr, als mein eigenes Leben brannte? Ich war gut genug für Krisen. Gut genug mitten in der Nacht. Doch für die guten Tage gab es immer bessere Namen. Und jetzt erwartet ihr, dass ich noch immer warte. [Pre-Refrain – engerer Flow] Ihr habt mich nicht vermisst. Ihr habt nur bemerkt, dass niemand anderes da ist. Ihr wollt nicht mich. Ihr wollt nur, dass euch jemand auffängt. [Refrain – druckvoll, halbmelodisch] Ich bin nicht eure Notlösung. Nicht der Name ganz am Schluss. Nicht der Mensch, den ihr nur braucht, wenn euch sonst keiner zuhört. Ich bin nicht eure Notlösung. Nicht zweite Wahl. Nicht euer Ausweg aus der Nacht. Ihr wollt mich erst, wenn alles andere scheitert. Doch diesmal komme ich nicht. [Strophe 2 – dichter Pressure-Rap] Ihr nennt es Freundschaft, doch sie läuft nur in eine Richtung. Ich bin die kostenlose Hotline für eure nächste Selbstzerstörung. Ihr ladet jede Last bei mir ab, bis euer Rücken wieder frei ist. Dann verschwindet ihr, als wär ich Teil des Problems. „Kann ich dich kurz was fragen?“ Ich kenne schon den Rest. Eine Stunde fremdes Chaos, das ihr mir vor die Füße setzt. Keine Frage, wie es mir geht. Und wenn doch, nur als Übergang zu eurem Monolog. Ihr wollt Loyalität ohne Gegenleistung. Wärme ohne Verantwortung. Offene Türen, doch gebt mir keinen Schlüssel. Und wenn ich Grenzen ziehe, heißt es: „Du bist anders.“ Nein. Ich habe nur aufgehört, eure Abwesenheit zu entschuldigen. Ihr habt mich nicht verloren, weil ich härter geworden bin. Ihr habt mich verloren, weil ihr sicher wart, dass ich immer verfügbar bin. Jetzt steht ihr vor derselben Tür, die ich euch jahrelang offen hielt. Diesmal bleibt sie zu. Nicht aus Rache. Aus Respekt vor mir. [Pre-Refrain – harte Zeilen] Sagt nicht: „Wir wussten das nicht.“ Ich hab es oft genug gezeigt. Ihr habt nur nie hingesehen, solange meine Kraft für euch gereicht hat. [Refrain – vollere Drums] Ich bin nicht eure Notlösung. Nicht der Name ganz am Schluss. Nicht der Mensch, den ihr nur braucht, wenn euch sonst keiner zuhört. Ich bin nicht eure Notlösung. Nicht zweite Wahl. Nicht euer Ausweg aus der Nacht. Ihr wollt mich erst, wenn alles andere scheitert. Doch diesmal komme ich nicht. [Strophe 3 – schwerer, selbstbewusster Rap] Früher dachte ich, gebraucht zu werden hieße auch, wichtig zu sein. Doch Menschen können deine Hilfe lieben und dir trotzdem fremd bleiben. Ich war stolz darauf, niemanden hängen zu lassen. Bis ich begriff, dass ihr deshalb nie lernen musstet, mich zu halten. Ihr kanntet mich als Rettungsring. Nicht als jemanden, der selber sinkt. Als sichere Adresse. Nicht als Mensch mit eigenem Gewicht. Damit ist Schluss. Ich helfe weiter. Doch nicht mehr ohne Maß. Ich bleibe bei Menschen, die auch bleiben, wenn ich nichts mehr tragen kann. Ich schenke Nähe nicht mehr denen, die sie nur bei Bedarf bestellen. Und verwechsle keine späte Nachricht mit echtem Interesse. Vielleicht nennt ihr mich egoistisch. Kalt. Nachtragend. Stolz. Doch Grenzen wirken nur grausam für Menschen, die davon lebten, dass ich keine hatte. Ich bin kein Ersatz. Kein Wartezimmer. Kein letzter Ausweg. Ich bin ein ganzer Mensch. Wer mich nur im Notfall braucht, braucht mich in seinem Leben gar nicht. [Instrumental Break – 8 Sek., Bass, Drums, Metall, keine Stimmen] [Bridge – gerappt, fast ohne Beat, kalt] Meldet euch nicht, weil ihr einsam seid. Meldet euch, weil ich euch fehle. Kommt nicht zurück, weil jemand anderes ging. Kommt zurück, weil ihr verstanden habt, warum ihr mich verloren habt. Und selbst dann entscheide ich, ob diese Tür noch aufgeht. Vergebung heißt nicht, dass ihr denselben Zugang zurückbekommt. [Finaler Refrain – stärkster Aufbau] Ich bin nicht eure Notlösung. Nicht der Name ganz am Schluss. Nicht der Mensch, den ihr nur braucht, wenn euch sonst keiner zuhört. Ich bin nicht eure Notlösung. Nicht Reserve. Nicht Ersatz. Nicht die Nummer, die ihr wählt, wenn euer Leben wieder kracht. Ich war da. Ihr wart es nicht. Mehr muss ich heute nicht verstehen. Ihr könnt eure Krise selber tragen. Ich hab gelernt, ohne euch weiterzugehen. [Finaler Nachrefrain – reduzierte Drums] Plan A weg. Plan B fort. Doch ich bin nicht mehr euer letzter Ort. [Instrumental Outro – 8 Sek., Bass, Metallhall, abrupt, keine Stimmen] [End after complete instrumental outro.]