[Intro] (Em – G – D – C) Ich dacht’, sie sind da, wenn’s brennt in der Nacht, doch heut weiß ich, sie kommen erst, wenn’s schon zu spät ist, wenn keiner mehr lacht. [Verse 1] (Em – D – C – G) Ich steh’ im Regen, ruf’ nach Hilfe im Wind, doch sie sagen nur: „Wir prüfen das erst, mein Kind.“ Formulare statt Menschlichkeit, bis dahin bist du auf dich allein gestellt – so weit. [Verse 2] (C – G – D – Em) Ich hab gelernt, du musst Beweise bring’n, für jeden Atemzug, für jedes Ding. Sie glauben dir erst, wenn du’s schwarz auf weiß hast, und plötzlich bist du selbst der, den man fasst. [Chorus] (G – D – Em – C) Ich dacht’, die Guten tragen Blau, doch das Blau ist heut so grau. Keiner hört dich, keiner sieht, bis was passiert, bis was geschieht. Und wenn du fällst, dann fällst du allein, der Staat sagt nur: „So muss das sein.“ [Verse 3] (Em – D – C – G) Ich kam vom Krankenhaus, spät in der Nacht, mein Kind im Arm, die Stirn noch schwach. Ein Blaulicht blinkt – sie winken mich raus, ihr Blick so kalt, kein Wort, kein Applaus. [Verse 4] (C – G – D – Em) Mein Kind wird still, die Augen voll Angst, sie fragt: „Papa, hast du was falsch gemacht?“ Sie halten mich an, so hart, so direkt, als wär’ ich gefährlich – nur weil ich da lenk’. [Chorus] (G – D – Em – C) Ich dacht’, die Guten tragen Blau, doch das Blau ist heut so grau. Keiner hört dich, keiner sieht, bis was passiert, bis was geschieht. Und wenn du fällst, dann fällst du allein, der Staat sagt nur: „So muss das sein.“ [Outro] (Em – C – G – D) Die Schuld liegt nicht bei denen da draußen, sie tun, was man ihnen befahl. Es ist das System, das Herz aus Beton, das Menschlichkeit frisst – Jahr um Jahr. Ich schau in den Spiegel, seh’ müde zurück, doch ich geb nicht auf – Stück für Stück. Denn irgendwo da draußen, tief in mir, glaub’ ich noch dran: Es geht auch anders – hier.