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wo warst Du

WO WARST DU? [Intro] Ich hab nicht nach Geld gesucht. Nicht nach Ruhm. Ich wollte nur einmal wissen, wer bleibt, wenn nichts mehr übrig ist. [Strophe 1] Ich hab Gesichter gesehen, doch kaum einen Menschen, zu viele große Worte, doch keiner konnte sie brechen. „Bruder, ich bin da“ – bis der erste Sturm kam, danach war Funkstille, als wär ich nie da gewesen. Ich hab gelernt, dass ein Lächeln nichts bedeutet, wenn dahinter nur Berechnung steckt. Manche nennen dich Familie, solange du ihnen etwas gibst. Ich war zu oft der, der alles geschluckt hat, damit andere ruhig schlafen konnten. Hab meine Wut in mir begraben, bis selbst mein Schweigen laut geworden ist. Und heute frag ich nicht mehr: „Warum habt ihr mich verlassen?“ Ich frag mich nur: „Warum hab ich euch so lange gebraucht?“ [Hook] Wo warst du, als ich unten lag? Wo warst du, als keiner kam? Wo warst du, als ich nachts mit meinen Gedanken kämpfen musste? Jetzt willst du neben mir stehen, doch ich kenn dein wahres Gesicht. Ich hab gelernt, wer du bist – und vergessen werd ich's nicht. [Strophe 2] Ich brauch keine falschen Brüder, keine Liebe auf Bewährung. Keine Menschen, die mich feiern, nur solange ich funktioniere. Ich hab Träume sterben sehen, hab Menschen gehen sehen, hab mich selbst nicht mehr erkannt zwischen all den leeren Versprechen. Doch irgendwas in mir blieb. Ein kleiner Rest von dem Jungen, der irgendwann geglaubt hat, dass aus seinem Leben noch etwas wird. Also steh ich wieder auf, auch wenn meine Knie noch zittern. Nicht für euch. Nicht für Applaus. Nur weil ich mir selbst noch etwas schulde. [Hook] Wo warst du, als ich unten lag? Wo warst du, als keiner kam? Wo warst du, als ich nachts mit meinen Gedanken kämpfen musste? Jetzt willst du neben mir stehen, doch ich kenn dein wahres Gesicht. Ich hab gelernt, wer du bist – und vergessen werd ich's nicht. [Break – gesprochen] Ich hab aufgehört zu suchen. Nach Menschen. Nach Erklärungen. Nach einem „Warum“. Manchmal ist die Antwort einfach: Du warst ihnen nie so wichtig, wie sie dir waren. [Final Hook] Wo wart ihr, als ich unterging? Wo wart ihr, als ich fast zerbrach? Heute steh ich hier alleine und genau das macht mich stark. Keine Hand muss mich mehr halten, keine Stimme sagt mir, wer ich bin. Ich hab alles schon verloren – doch mich selbst, mich geb ich nicht hin. [Outro] Ein Leben lang gesucht. Heute weiß ich: Ich muss nicht gefunden werden. Ich bin noch hier.