
[Verse 1] Der Kaffee wird kalt, während mein Daumen weiterzieht, ich schau auf fremde Leben und vergesse, was um mich geschieht. Die Hand greift zur Tasche, obwohl sich gar nichts regt, nur noch einmal schauen – und wieder ist es spät. Drei Stunden Bilder, doch ich weiß nicht mal was, alle zeigen ihr Leben, als wär immer alles krass. Mein Kopf ist voller Bilder und trotzdem irgendwie leer, ich seh tausend Leben, nur mein eigenes nicht mehr. [Pre-Chorus] Gesichter leuchten im kalten Schein, alle sind verbunden und trotzdem allein. Nur noch eine Nachricht, nur noch einen Blick, und wieder holt mich diese kleine Welt zurück. [Chorus] Ich zieh durch tausend Leben, doch wo ist eigentlich meins? Alle sind erreichbar und trotzdem so allein. Nur noch einmal schauen, nur noch einen Augenblick, und wieder nimmt der kleine Bildschirm Stunden mit. Leg ihn endlich weg, bevor noch mehr vergeht, denn draußen ist das Leben – höchste Zeit, dass man es lebt. [Verse 2] Wir sitzen am Tisch und kein einziges Wort, jeder ist mit den Gedanken an einem anderen Ort. Ein Lachen gegenüber, doch keiner schaut hin, weil irgendwo da draußen wichtigere Menschen sind. Die Angst, was zu verpassen, hält die Augen wach, aus fünf Minuten werden Stunden in der Nacht. Das Netz ist voll, doch die Räume sind leer, wir reden mit allen, nur miteinander nicht mehr. [Chorus] Ich zieh durch tausend Leben, doch wo ist eigentlich meins? Alle sind erreichbar und trotzdem so allein. Nur noch einmal schauen, nur noch einen Augenblick, und wieder nimmt der kleine Bildschirm Stunden mit. Leg ihn endlich weg, bevor noch mehr vergeht, denn draußen ist das Leben – höchste Zeit, dass man es lebt. [Bridge] Vielleicht fehlt mir gar nichts, wenn ich einmal nichts mehr weiß. Vielleicht wird es erst still – und dann bin ich wieder frei. [Final Chorus] Ich zieh durch tausend Leben, doch jetzt such ich wieder meins. Nicht ständig nur erreichbar, nicht länger so allein. Ich muss nicht alles sehen, nicht jeden Augenblick, denn keine dieser Stunden gibt mir irgendwer zurück. Ich leg das Ding jetzt weg, bevor noch mehr vergeht, denn draußen ist das Leben – höchste Zeit, dass man es lebt. [End]

