Song Cover Image

Wölfe hinter Masken

+ Show full styles
V6

[Strophe I] Ein fremdes Gesicht aus erstarrtem Licht, ein Schleier aus Silber, der Wahrheit verspricht. Ich hebe die Maske, die Welt hält den Atem, vor mir öffnen sich schweigend die Tore zu Taten. Was gestern noch Name und Herkunft war, verbirgt sich im Silber, wird fremd und unscharf. Kein Blick soll verraten, was tief in mir brennt, kein Wort, das enthüllt, wohin mein Weg mich lenkt. [Strophe II] Sie reichen mir Silber, doch schenken kein Band, kein Knie wird verlangt, keine Kette gespannt. Hier lächeln die Wölfe mit scharfem Gebiss, und jeder verschweigt, was sein Ziel wirklich ist. Kein Rang schützt vor Neid, keine Stärke vor List, wer heute noch dient, weiß nicht, wer morgen Herr ist. Ich muss mich beweisen, bei jedem Schritt neu, denn Macht duldet niemanden schwach oder scheu. [Pre-Refrain] Kein Herr soll mich halten, kein Schwur mich entmündigen. Kein fremder Wille soll meine Schritte verkünd'gen. Ich trete nicht ein, um ein Werkzeug zu sein. Ich trete durch Tore und fordere mein. [Refrain] Silber auf der Haut, mein Gesicht wird verhüllt, doch nichts in mir beugt sich, kein Wille wird still. Ich trage die Maske, ich wähle den Schein, doch hinter dem Silber bleib immer noch mein Sein. Lass Wölfe sich messen, lass Zähne sich zeigen, ich werde nicht weichen, ich werde nicht schweigen. Wer nur nach der Krone greift, verliert sich im Blut; wer sich selbst zu beherrschen weiß, trotzt ihrer Wut. Bei Silber und Schatten, bei Knochen und Stein, soll Wissen mein Erbe, mein Urteil sein. Was tief in den Schriften seit Äonen ruht, bewahr ich vor Flammen, vor Gier und vor Blut. Kein Rang öffnet Tore, kein Gold kauft den Zutritt, kein Schwert soll erzwingen, was ich nicht gestatte. Ich mehre den Hort und bewache sein Licht. Wer dieses Erbe verrät, entgeht meinem Urteil nicht. [Refrain] Silber auf der Haut, mein Gesicht wird verhüllt, doch nichts in mir beugt sich, kein Wille wird still. Ich trage die Maske, ich wähle den Schein, doch hinter dem Silber bleib immer noch mein Sein. Lass Wölfe sich messen, lass Zähne sich zeigen, ich werde nicht weichen, ich werde nicht schweigen. Wer nur nach der Krone greift, verliert sich im Blut; wer sich selbst zu beherrschen weiß, trotzt ihrer Wut. [Bridge] Kein Sand fällt zu Boden, kein Zeiger schlägt aus, und doch rinnt mir etwas ganz leise hinaus. Ich lächle im Spiegel, das Silber bleibt kalt, mein Blick ist noch wach, meine Hand hat noch Halt. Nicht jetzt. Nicht hier. Noch ist mein Ziel fern. Ich lerne, ich wachse, ich diene dem Herrn. Was tief in mir schwindet, darf niemand je seh’n. Sie sollen nur sehen, wie weit ich noch geh’. [Final Chorus] Silber auf der Haut, kein Zittern im Blick, ich weiche nicht vor ihnen, ich geh nicht zurück. Was immer sie fordern, ich zahle den Preis, denn Freiheit ist selten ein Geschenk aus Eis. Lass Wölfe sich messen, lass Kronen zerbrechen, ich werde nicht bitten, ich werde nicht brechen. Der Pakt liegt im Dunkeln, mein Ziel ist noch fern doch ich geh ihm entgegen, als folgte ich gern. [Outro] Ein fremdes Gesicht. Ein Name verhüllt. Kein Wort, das verrät, was tief in mir spielt. Das Silber bleibt stumm. Kein Blick sieht mich geh’n. Und leise verrinnt, was keiner kann seh’n.