
Schweige
# Schweige **Strophe 1** Nimm deine Blicke von mir, nimm deine Hand zurück. Diese suchenden Finger finden kein Stück von mir. Zahnpastaatem auf meiner Haut, Weindunst hängt im Raum. Feuchte Hände, schweißnass, und ich wünschte, ich wär taub. Dein gurgelndes Schnaufen schlägt gegen mein Gesicht. Du bist mir viel zu nahe, doch du siehst mich nicht. **Pre-Chorus** Lass nichts von dir in mir zurück. Keinen Atem, keinen Blick. **Refrain** Ich schweige, um nicht zu schreien. Ich schweige, um bei mir zu bleiben. Wenn du gehst mit diesem Lächeln, so gütig, so kalt wie Stahl — dann schweige ich, um nicht zu sterben. Schweige ich, damit etwas von mir bleibt. **Strophe 2** Zieh deine Wärme von mir ab, ich brauche sie nicht mehr. Was du Nähe nennst, wiegt auf meiner Brust so schwer. Deine Worte sind weich, doch sie schneiden tief. Du sagst meinen Namen, als gehörte er dir. Und wieder dieses Lächeln, sauber, ruhig, mild. Als wäre nichts geschehen, als wär ich nur ein Bild. **Pre-Chorus** Lass nichts von dir in mir zurück. Keinen Atem, keinen Blick. **Refrain** Ich schweige, um nicht zu schreien. Ich schweige, um bei mir zu bleiben. Wenn du gehst mit diesem Lächeln, so gütig, so kalt wie Stahl — dann schweige ich, um nicht zu sterben. Schweige ich, damit etwas von mir bleibt. **Bridge** Vielleicht glaubst du, mein Schweigen sei Frieden. Vielleicht glaubst du, ich hätte verziehen. Doch unter meiner Haut schlägt jeder Ton gegen die Wände. Noch bin ich hier. Noch bin ich hier. Noch bin ich — **Letzter Refrain** Ich schweige nicht, weil nichts mehr da ist. Ich schweige, weil alles in mir schreit. Und du gehst mit diesem Lächeln, so gütig, so kalt wie Stahl. Ich schweige, um nicht zu sterben. Doch irgendwann wird aus dem Schweigen ein Laut.

