
46. Die Feder (Electro/Pop)
Drei Schwestern. Ein Versprechen. Ein Verbot. Er kam mit Gold an seiner Hand, Ein fremder Blick, der alles kann. Er wählte mich, sprach sanft und still, Ein Ja, das keiner hören will. Ein Haus so groß, kein Fenster weit, Kein Lachen hier, nur dunkle Zeit. Ein Schlüsselbund, ein leeres Wort: „Ich bin gleich wieder weg vom Ort.“ „Alles gehört dir“, sagte er, „Doch dieses Ei – das rührst du nie mehr.“ Doch Stille atmet Angst und Schuld, Und Neugier fragt nicht nach Geduld. **Die Feder lügt, die Feder lügt nicht** **Die Feder lügt, die Feder lügt nicht** Was du verbirgst, bleibt niemals rein, Kein weißes Ei bleibt ohne Schein. **Die Feder lügt, die Feder lügt nicht** **Die Feder lügt, die Feder lügt nicht** Blut auf Weiß, jetzt seh ich klar: Was hier passiert, ist niemals wahr. Ich öffne Türen, Raum für Raum, Die Luft ist kalt wie ein böser Traum. In Körben liegen Arm und Bein, Schwesternreste, stumm und klein. Ihre Stimmen kleben an der Wand, Vergessen, weil sie jemand fand. Ich sammel Stück für Stück zurück, Näh sie zusammen, geb ihnen Glück. Mit Wasser wasch ich Schuld vom Kleid, Doch Blut vergisst nicht seine Zeit. Die Feder färbt sich tief und rot, Sie weiß mehr als sein falsches Wort. **Die Feder lügt, die Feder lügt nicht** **Sag mir nichts, ich glaub dir nicht** Du nanntest Mord hier Pflicht und Recht, Doch Wahrheit macht dich jetzt so schlecht. **Die Feder lügt, die Feder lügt nicht** **Die Feder lügt, die Feder lügt nicht** Was du zerstörst, steht wieder auf, Und dreht dein Märchen jetzt im Lauf. Er kommt zurück, sieht mich nur an, Fragt leise: „Wo sind sie dann?“ Ich zeig nach oben, lächle sacht, Denn sie sind längst wieder erwacht. Verkleidet in Federn, still und fein, Geht eine Schwester schon hinein. Die Hochzeit ruft, die Trommel schlägt, Keiner merkt, wer Masken trägt. **Die Feder lügt, die Feder lügt nicht** **Die Feder lügt, die Feder lügt nicht** Dein Haus brennt hell, dein Spiel ist aus, Du kommst hier nicht lebendig raus. **Die Feder lügt, die Feder lügt nicht** **Die Feder lügt, die Feder lügt nicht** Drei Schwestern frei, kein Zauber mehr, Dein Märchen endet hier – so schwer. Sie flogen fort. Er blieb zurück. In Asche.

