Die Welt da draußen spricht so laut Jedes Wort brennt auf der Haut Wo andere einfach weitergehen Bleibe ich im Regen stehen Ich filtere die Filter nicht Und jeder kalte Blick zerbricht Ein kleines Stück von meinem Mut Weil ich nicht weiß, wie man so tut Als wäre nichts geschehen Ich bin aus Glas, man sieht hindurch In jedem Lächeln wohnt die Furcht Dass jemand meine Mauern bricht Und sieht: Hier drinnen brennt kein Licht Ich fühle doppelt, fühle tief Auch das, was nie ein anderer rief Meine Verletzlichkeit ist schwer Und doch geb ich sie niemals her Man sagt mir oft, ich sei zu weich Mein Herz gleicht einem tiefen Teich In den ein Stein viel länger fällt Weil mich kein dickes Fell umhüllt Ich spüre Strömungen im Raum Und jede Lüfte stört den Traum Ich lerne noch, mich nicht zu schämen Für all das laute In-mir-Beben Ich bin aus Glas, man sieht hindurch In jedem Lächeln wohnt die Furcht Dass jemand meine Mauern bricht Und sieht: Hier drinnen brennt kein Licht Ich fühle doppelt, fühle tief Auch das, was nie ein anderer rief Meine Verletzlichkeit ist schwer Und doch geb ich sie niemals her Es ist kein Fehler, weich zu sein Auch wenn ich oft im Stillen wein' Wer tief fällt, sieht die Sterne klar Ich nehme an, was immer war Es ist mein Schutz und mein Gesicht Ein feines, helles Lebenslicht Ich bin aus Glas, man sieht hindurch Doch heute verliert sich meine Furcht Dass jemand meine Mauern bricht Denn meine Schwäche ist mein Licht Ich fühle doppelt, fühle tief Weil mich das Leben lauter rief Meine Verletzlichkeit ist schwer Und doch geb ich sie niemals her Ganz leise... Ganz tief... Ich bin ich.