
Vorwort Eigentlich könnte ich mir ein Vorwort sparen, im Folgenden kommen so viele Worte, dass ein Vorwort überflüssig wirken müsste. Ich habe aber gelernt, Grüß Gott und Auf Wiedersehen zu sagen, was ich auch meinen Kindern wiederum weitergeben möchte. Wir verstehen uns, das hat mit Umgang zu tun. Ich sage übrigens auch zu Menschen Grüß Gott, die mir gar nicht so nach der Nase stehen, ebenso grüßen mich Menschen, ohne mich zu kennen. Heute Morgen zum Beispiel grüßt mich eine Autofahrerin, ich nehme schwer an, ihr Grüß Gott war mittel-bis schwergrantig. Ich habe ziemlich rasant die Spur genau vor ihr gewechselt, wir hätten uns nie gegrüßt, ich hab halt Manieren, habe den Gruß, so freundlich es ging, erwidert. Leider hat besagte Fahrerin etwas gegen silberne Autos, oder sie hat die Geste der Versöhnung nicht verstanden. Ach ja, manchmal sind Manieren regelrecht lächerlich. Ich grüße Sie freundlichst, wie Sie dem schönen Bild auf der Vorderseite abschauen können, scheint bei uns, bei den B.`s die Sonne. Dies kommt davon, weil wir das mit dem „Grüß Gott“ ernstnehmen. Ich lade Sie in mein zweites, diesjähriges Dichterquartal ein. Im Sommer, der da kommt, werde ich wieder mehr anderswo als im Cafehaus sein, Sonne ist für mich so wichtig, wie überhaupt der Mensch ohne Licht nicht leben kann. Wo werden mich meine Gedanken hintragen? Ich lasse mich gerne überraschen, derweil bemühe ich mich schön brav Grüß Gott und Auf Wiedersehen zu sagen. Meine Feststellung ist, je mehr ich mich auf den gegrüßten Gott verlasse, umso lebendiger wird mein Leben. Deswegen möchte ich Sie auch ein wenig an meinen Überraschungen teilhaben lassen. Oft sind es auch nur gänzlich banale Dinge, die ich beschreibe. Ein Freund von mir, der Franz Xaver, sagte einmal zu mir, ich sei ein Meister der Banalität. Na dann Grüß Gott, tun Sie das auch und das Leben wird um ein Gutes lebenswerter. Das hat dann gar nichts mehr mit formeller Höflichkeit zu tun. Gott sei Dank, ich mache jetzt einen Punkt und gebe Ihnen noch meine Öffnungzeiten bekannt, siehe nächste Seite. Auf ein Wiedersehen Roland a boarischer Dichter

