
Ferien am Land (und i wollt nur z’ruck) - DJManiPo
[Intro – ruhig, leicht nostalgisch] In da Stadt war i da King auf mei’m Beton Mit de Hawara unterwegs bis spät in d’Nocht davon Dann sogt da Vater: „Pack dei Zeig, mir foan aufs Land“ Und i denk ma nur: „Na super… i hob’s eh ned g’plant“ [Verse 1 – erzählend, leicht ironisch] Dort steht a Haus, no mehr Baustell’ ois wos fertig is Mit Ziegel, Sand und Arbeit, de scheinbar nie aus is I schlepp Zement, i schwitz wie in da Sauna drin Und denk ma: „Heast, des san ned Ferien, des is a Jobbeginn“ Freind in da Stadt? Jo, weit weg, fast wie vom Mond Telefon? Fehlanzeige – des hot si ned glohnt Und während de andern in da City Party moch’n Darf i am Land mit da Scheibtruahn herumkroch’n [Pre-Chorus] Doch Samstag auf’d Nocht, do lebt ma wieder auf Beim Dorfwirt hinten, do nimmt ois seinen Lauf [Chorus – humorvoll, eingängig] Farbfernsehabend beim Wirt, olle starren wie gebannt A bissl wacklig’s Bild, oba Hollywood am Land Und i sitz mit an Kracherl und fühl mi fast wie z’Haus Weil wenigstens für zwoa Stund halt i des Landleben aus [Verse 2 – mit Schmäh] Sonntag in da Fruah: „Auf, in d' Kirche!“, sogt die Mama streng I denk ma: „Des wird zach“, und schau scho wieder eng Mit meine G’schwister dann ganz brav losmarschiert Und beim ersten Wegerl hamma uns elegant verirrt 😄 Links statt rechts – und zack, samma frei Statt Weihrauch gibt’s Wiesenluft und G’schrei Bis uns wer dawischt und sogt: „Heast, wo woarts ihr?“ Und i sog: „Äh… spirituell unterwegs… quasi hier“ [Chorus – leicht gesteigert] Farbfernsehabend beim Wirt, olle starren wie gebannt A bissl wacklig’s Bild, oba Hollywood am Land Und i sitz mit an Kracherl und fühl mi fast wie z’Haus Weil wenigstens für zwoa Stund halt i des Landleben aus [Bridge – Wendepunkt: Freiheit kommt] Dann auf amoi – des erste Moped, i schwör! A Freiheit, wia i sie vorher nie g’spürt hab davor Jeder Feldweg wird zur Autobahn hinaus Und jeder Hügel schaut wie a Weltreise aus [Verse 3 – humorvolle Fahrversuche] Erste Fahrversuche mit’m NSU, ganz stolz Dann im Dauphine – i glaub, des war ned ganz so holz Kupplung zu schnell, und der Motor schreit auf Und i hoff nur, dass i irgendwie bleib auf’m Lauf Und dann des Hoppala mit’m Opel Admiral… Des vergisst ma ned – des war… sagen ma… speziell A bissl zu nah, a bissl zu schnell Zum Glück fast nix passiert –Oba da Voter wor ned erfreut, gell [Final Chorus – groß, lachend-nostalgisch] Farbfernsehabend beim Wirt, des war unsre Welt Und a Moped, des uns Richtung Freiheit stellt Vom Baustellenkind zum König auf’m Rad Auf amoi war des Land nimma so fad [Outro – ruhig, rückblickend] Heit lach i drüber, wenn i dran denk zurück An Staub, an Stress – und a bissl Jugendglück Und irgendwie war’s doch ned so verkehrt… Weil ma genau dort des Leben a bissl g’lernt

