Schließ auf das Tor; lass seine Flügel springen; Zünd deine Leuchte an in allen Landen! Mir ist, als hörte ich den Ruf erklingen, Es sei der Tod zum Leben auferstanden. Breit deine Fluren aus und deine Pfade; Lass deine Wasser klar und freundlich fließen, Und von dem Himmel möge sich die Gnade Auf Alles, was die Erde trägt, ergießen. Schließ auf das Tor; es tritt die Menschheit ein; O, lass ihr diesen Schritt gesegnet sein! Schließ auf den Schrein, vor dem wir betend knieen, Dem wir die Liebe, die Verehrung zollen, Die wir auf seinen Inhalt doch beziehen Und nicht dem Menschenwerke widmen sollen! Lass uns erkennen, was wir nicht erkannten, Weil uns der Geist die Seele stets verhehlte; Lass uns verstehen, was wir nicht verstanden, Weil uns die wahre Liebe nicht beseelte. Schließ auf den Schrein, und zeig, was er enthält, Dass mit dem Schleier auch der Irrtum fällt! Schließ auf die Herzen; nirgends stehn sie offen, Denn jedes will nur für sich selbst empfinden, Und doch ist es ihr eignes, schönstes Hoffen, Dass sie in Liebe sich zusammenfinden! Lass diese Liebe endlich doch erwachen Und aus dem Ich heraus ins Leben steigen, Die Menschen zur gesammten Menschheit machen Und sich als Seele dieses Leibes zeigen. Schließ auf die Herzen; lehre sie verstehn, Dass alle Pulse nur als einer gehn! Schließ auf das Paradies; gib es uns wieder! Wir wollen heim; wir wollen Frieden halten. Der Vater ist das Haupt; wir sind die Glieder; Nur seine Güte soll im Hause walten. Sei du die Zeit, die uns um ihn versammelt, Zeig uns der Worte köstlichstes auf Erden, Das unsre Bitte um Versöhnung stammelt, Dann wirst du eine Zeit des Edens werden. Schließ auf das Paradies, das Gottesland, Und sei uns zur Erleuchtung zugesandt!