
Die Ebene Null - Räden Rising
(Intro) (Das Geräusch einer schweren Betonplatte, die durch einen Schacht gleitet. Ein mechanisches Summen baut sich auf. Ein metallisches Klirren im Hintergrund.) (Strophe 1) Ebene eins, der Tisch ist gedeckt, In Kristall und Gold das Elend versteckt. Wir schwelgen im Überfluss, wir lachen im Licht, Doch was weiter unten passiert, sehen wir nicht. Der Wein ist süß, das Fleisch noch warm, Wir füllen den Bauch und verlieren den Charme. Ein Stockwerk tiefer beginnt schon der Neid, In der vertikalen Hölle der Unendlichkeit. (Refrain) Oben, unten – der Hunger bleibt gleich, Im Schacht der Verlorenen gibt es kein „Reich“. Räden Rising blickt tief in den Schlund, Beton in der Seele, Blut im Mund. Die Plattform sinkt, die Hoffnung fällt, In dieser grausamen, grauen Welt. (Strophe 2) Ebene vierzig, der Glanz ist vorbei, Was übrig bleibt, ist ein stummer Schrei. Wir fressen die Reste, wir lecken den Stein, Hier unten will niemand der Nächste sein. Die Augen werden hohl, der Geist wird schwer, Gerechtigkeit gibt es hier oben nicht mehr. Ein Messer, ein Blick, ein Pakt mit der Not, Heute gibt es Reste, morgen den Tod. (Bridge) (Die Musik wird hektischer, dissonante Streicher setzen ein) Hörst du das Schleifen? Hörst du den Schacht? Er hat uns geformt, er hat uns gemacht. Räden Rising steht am Rand der Nacht, Hat die Botschaft der Zeugen mitgebracht. „Die Panna Cotta ist die Botschaft!“ – rufen sie laut, Während der Hunger die Menschheit verdaut. (Strophe 3) Ebene hundert, das Licht ist ein Traum, Kein Platz für Mitleid im engsten Raum. Wir sind nur Tiere in Beton gesperrt, Wo der Wert eines Lebens gar nichts mehr wiegt. Die Plattform rast an uns vorbei, Leer und kalt, eine Spötterei. Doch Räden Rising wird nicht knien, Wird durch den Schmutz nach oben ziehen. (Outro) (Die Musik wird wieder minimalistisch. Nur noch ein einsamer Herzschlag und das Echo einer fallenden Münze.) Sinken... Fallen... Fressen oder gefressen werden. Offensichtlich. (Stille)

