
Strophe 1 Mit vier Jahren hat sich mein Bild verändert, als ein Schatten an die Tür trat. Vertrauen wurde zu Angst und Schmerz, die Last lastet schwer auf meinem Herz. (Brücke) Keiner hat geredet, alle haben weggesehen, wie soll ein Kind das schon alles verstehen? Strophe 2 Ich ging zum Amt, sprach die Wahrheit aus, er musste aus dem Leben raus. Doch der Dank für meinen Mut war Heim und Therapie, kein Glauben da, nur Einsamkeit und nie ein Zufluchtsort für mich. Refrain Trotz der Scherben, die sie hinterließen, hab ich gelernt, mein Leben selbst zu schließen. Aus der Dunkelheit trat ich hervor, fand mein Licht und schwor mir selbst, ich geh' durch jedes Tor. Strophe 3 Verloren im System, ein Name ohne Gesicht, im kalten Heim gab es Wärme nicht. Keine Hand ausgestreckt, die mich hält, nur Bruchstücke meiner einstigen Welt. (Brücke) Sie wollten mich verstecken, die Augen zumachen, mich abstempeln und mich verachten. Strophe 4 Sie haben mich abgestempelt, mir nicht geglaubt, haben mir den Glauben an die Menschheit geraubt. Ein schwuler Psychologe, die Strafe für den Mut, doch in meiner Brust kochte die Wut und die Glut. Schluss / Outro Die Dunkelheit ist weiter in mir drin, doch ich weiß heute genau, wer ich bin. Ich hab gelernt, mit ihr zu leben, sie zu kontrollieren, und mich an ihr nie mehr zu verlieren.

