
Alldieweil der Mond so fad, Glanz auf Wald und Wiesen spat, Sang ich leis ein traurig Lied, der Minne, die mich einstens mied. Behufs des Herzens, das so schlug, Ward mir die Liebe doch Betrug. Fürderhin, im dunklen Tal, Seh ich nur das Leid zumal. Sie sprach: „So geh! Dein Wort vergeht! Die Zeit mit dir ist längst verweht.“ Ach, weh mir nun, mein Herz gar schwer, Die Liebe kehrt zu mir nicht mehr. Wohl hin ich schreite, ohne Sinn, Such ich die Minne fürderhin. Doch bleibt mein Sehnen ungestillt, Dafern die Lieb sich nicht erfüllt.

