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19. Ich kann nicht für dich fühlen

V6-MINI

[Intro – leises Piano, warme, gefühlvolle Stimme] Ich hab gespürt, da stimmt was nicht, hab es gesehen in deinem Gesicht. Doch was in dir zerbrochen war, war für mich nicht zu sehen, nicht klar. [Strophe 1 – ruhig, nachdenklich] So viele Jahre, so viel Zeit, und plötzlich diese Fremdheit. Ein Blick, der sich verändert hat, ein Schweigen, das mich ratlos macht. Ich fragte mich, was ist geschehen? Warum kann ich dich nicht verstehen? Ich spürte, dass dich etwas quält, doch nicht, was deine Seele hält. [Pre-Chorus – sanft ansteigend] Ich kann die Zeichen in dir sehen, doch nicht den Weg für dich gehen. Ich kann nicht wissen, was dich bricht, kann deine Wahrheit finden nicht. [Refrain – emotional, kraftvoll] Ich kann nicht für dich fühlen, kann deine Grenzen nicht für dich ziehen. Ich kann dich sehen, ich kann verstehen, doch deinen Weg musst du selbst gehen. Ich trag nicht länger deine Schuld, verwechsel nicht dein Leid mit mir. Ich kann dir nah sein, dich verstehen, doch ich kann nicht für dich gehen. Und wenn sich manche Fragen klären, wenn sich das Schweigen endlich löst, kann aus all den offenen Fragen ein neuer Anfang wachsen, Stück für Stück. [Strophe 2 – nachdenklich, mit sanfter Instrumentierung] Ich konnte mich nicht dafür entschuldigen, was ich nicht getan, nicht verursacht hab. Ich wollte wissen, was geschehen ist, weil Ungewissheit so beängstigend ist. Vielleicht warst du schon lang erschöpft, hast deine eignen Grenzen überhört. Hast viel getragen, viel verschwiegen, bis deine Kräfte nicht mehr reichen. Doch ich war nicht die Antwort darauf, ich konnte deinen Sturm nicht halten. Ich konnte nur erkennen, was ich sah, und hoffen, dass dir selbst die Klarheit nah war. [Pre-Chorus – zunehmend kraftvoll] Du musstest selbst erkennen, was dich so lange schon bewegt. Du musstest selbst die Worte finden, die einen Weg nach vorne legen. [Refrain – voller, mit harmonischen Backing-Vocals] Ich kann nicht für dich fühlen, kann deine Grenzen nicht für dich ziehen. Ich kann dich sehen, ich kann verstehen, doch deinen Weg musst du selbst gehen. Ich trag nicht länger deine Schuld, verwechsel nicht dein Leid mit mir. Ich kann dir nah sein, dich verstehen, doch ich kann nicht für dich gehen. Und wenn sich manche Fragen klären, wenn sich das Schweigen endlich löst, kann aus all den offenen Fragen ein neuer Anfang wachsen, Stück für Stück. [Bridge – reduziert, nur Piano und Stimme] Und dann kam deine Nachricht, nach all der stillen Zeit. Du hast dich entschuldigt, warst endlich zum Erklären bereit. Und plötzlich wurde manches klar, was vorher nur ein Schatten war. Ich hatte es gespürt, doch nicht gewusst, und lebte viel zu lang mit diesem Frust. Du bist gekommen, hast dich gezeigt, hast einen Teil der Stille entzweit. Und ich muss nicht so tun, als wär nichts gewesen, um deine ehrlichen Worte anzunehmen. [Bridge 2 – langsam steigernd, warm und versöhnlich] Denn Verzeihen folgt keinem Plan, man misst nicht aus, wen man verstehen kann. Es ist kein Urteil, kein Rechenspiel, es ist das Herz, das entscheiden will. Manchmal ist Abstand der richtige Schritt, manchmal nimmt man einen Menschen wieder mit. Nicht weil man alles vergessen muss, sondern weil Verständnis etwas verändern kann. [Letzter Refrain – kraftvoll, befreiend, mit Streichern] Ich kann nicht für dich fühlen, doch ich kann dir mit Respekt begegnen. Ich kann dich schätzen, dich verstehen, ohne deinen Weg für dich zu gehen. Ich trag nicht länger deine Schuld, ich darf mir selbst vertrauen. Ich muss nicht alles reparieren, um auf etwas Echtes aufzubauen. Du darfst deine Grenzen lernen, ich darf meine Grenzen wahren. Und wenn wir uns im Guten wiederfinden, muss keiner seine Wahrheit verleugnen. [Outro – ruhig, nur Piano, Stimme wird sanfter] Ich hab gespürt, da stimmt was nicht. Jetzt kenn ich einen Teil der Wahrheit. Ich muss nicht alles wissen. Ich muss nicht alles richten. Ich kann dich sehen. Ich kann verstehen. Doch was du in dir verändern musst, das liegt bei dir. Und was ich in mir schützen darf, das liegt bei mir.