Unter der Haut beginnt ein Land, das keiner je betreten darf, dort wird aus Nähe Widerstand, und selbst das Schweigen schneidet scharf. Der Schlaf legt Salz in unser Blut, bis jede Regung anders heißt, aus Güte wächst verborgne Wut, die sich durch fremde Körper beißt. Warum wird Nähe irgendwann zu einem fremden Angesicht? Was wächst in uns heran zum Wahn, bis selbst die Güte daran bricht? Der Mensch setzt täglich sein Gesicht wie eine fremde Maske auf, darunter lebt, was keiner je bespricht, und nimmt doch seinen eignen Lauf. Im Fleisch beginnt sich leis zu regen, was lange ohne Namen blieb, es wächst durch uns auf eignen Wegen und nimmt sich mehr, als man ihm gibt. Warum wird Nähe irgendwann zu einem fremden Angesicht? Was wächst in uns heran zum Wahn, bis selbst die Güte daran bricht? Es rückt uns näher, ohne Hast, bis selbst Vertrautes anders klingt, und was man eben noch umfasst, sich lautlos aus dem Innern zwingt. Zuletzt zerplatzt der schöne Schein, das Raubtier hebt sein Haupt empor, wir waren niemals wirklich rein, wir übten Menschlichkeit nur vor.