
Meine Gedanken an dich fließen am Tag in stille, weite Seen. Bei Nacht stehen sie wie Schatten am Ufer, und ich kann nicht schwimmen, kann nichts sehn. Soll ich der Versuchung widerstehen oder einfach untergehn? Ich tauche ein. Ich sinke tief. Keine Angst. Gedanken tragen mich. Der See ist dunkel, der See ist kalt, doch die Gedanken an dich halten mich warm. Sie tragen mich, so seltsam klar. Soll ich der Versuchung widerstehn und neu auferstehn? Der dunkle See lässt mich los, gibt mich frei, lässt mich gehn. Aus dem Kalten kann ich steigen, kann ich wieder auferstehn. Was mich hielt in dieser düstren Zeit: Gedanken, die nach Ewigkeit schmehn. Dunkles Wasser. Kalter Grund. Doch ich atme. Werde gesund. Gedanken führen. Gedanken ziehn. Lassen mich fallen. Lassen mich fliehn. Der See ist dunkel, der See ist kalt, doch die Gedanken an dich halten mich warm. Sie tragen mich, so seltsam klar. Ich widersteh. Ich aufersteh. Gedanken. Ewigkeit.

