
Um Mitternacht erblickte ich das erste Mal das Licht. Der Sichelmond am Himmel erschien mir lächelnd im Gesicht. Nach 1000 Tagen Sonnenschein die Pupillen noch hier funkeln. Nach 1000 Tagen Finsternis erwacht bin ich im Dunkeln. Mit Heimat hat das alles hier schon gar nichts mehr zu tun. Der Horst ist voller Geier und ich soll in Ewigkeit hier ruh'n? Der Fluss schon lang vergiftet und der Felsen voller Risse, Pandoras Kinder weilen hier und zeigen reichlich Pennerpisse. Delmenhorst, eine dreckige Stadt im Dunkeln Delmenhorst, ich sehe sie brennen, leuchten und funkeln Delmenhorst, so lange will ich dich überleben Delmenhorst, ein schlechter Name für den schlechtesten Winkel Wodka, Wein und Raki und natürlich auch das Bier, und sie sagen mir, normal hier und ich bin doch hier das Tier! Keine Liebe, keine Ehrfurcht, nur der Regen, keinen Segen, Kein Versprechen, nur das Rächen, mir den Degen zu zerbrechen! Gezwung'n zu Reden, zu Beleben, zu bejahen und zu beneinen, Zu erzwingen, zu verweilen, auch zu schreien nicht zu weinen. Die Nacht ist doch nichts Neues, man weiß wer wo gassiert, Der Mond er rückt zum Licht, jeder weiß dass es passiert! Man bedenke doch die Bitternis, man bedenke doch das Hindernis, Doch unvermeidbar zieht nun ein die totale Sonnenfinsternis. Delmenhorst, eine dreckige Stadt im Dunkeln Delmenhorst, ich sehe sie brennen, leuchten und funkeln Delmenhorst, das Wasser im Turm vergiftet Delmenhorst, das Stechen wird so beschriftet

