
Der Wecker ruft am Morgen, den Liebenden droht der Tag! Die Kette seiner Sorgen, nimmt sie in Beschlag. Die Nacht sie flieht, bedeckt, sie nicht mehr mit der Dunkelheit. Vom Wecker schrill geweckt, verpufft die schöne Zeit. Sie frieren, ziehen sich eilig an. Die Wärme ihrer Umarmungen, sie wärmt nicht mehr, ein Bann hat all ihre Lust verschlungen. Oh Liebste diese Nacht war heiß - erbärmliches Leben, nun muss ich gehen! So geht es mir auch und ich weiß, nicht einmal ob wir uns wiedersehen! Dein Garten roch nach lauter Blumen. Und Deine Finger waren so zart! Ich war von Deinem Duft benommen. Du brachtest mich in Fahrt. So ineinander verwoben! Ich spürte jeden Atemzug! Wir schwebten über dem Boden! Es war ein Rausch, ein Höhenflug! Und nun diese Hektik, die stressige Suche, wohin verschwand mein Slip? Der helle Tag, den ich verfluche ... Komm schenk mir noch einen Trip! Komm nimm mich einmal noch in Arm und stoß ihn weg, den schrecklichen Tag. Halte mich kurz noch einmal warm, was immer danach kommen mag, ich werde immer an Dich denken, der Tag, er wird mich nicht berühren, das Ungeheuer wird andre lenken. Ich will Dich immer in mir spüren! Ich werde durch den Tag nur stolpern blind durch Gedanken an Dich. Alles wird rattern und holpern, der Tag, der fängt mich nicht! Oh komm bald schnell Du Abend Du Abendröte, Tor zur Nacht! Tief ins Verlangen getaucht, dort badend. Liebste, Heiße, mein Herz es kracht, springt auf, springt aus dem Fesseln, verschwindet, jagt in den Nebel, es rennt in den Wald, in Nesseln, es fliegt und hebt seine Flügel!. Komm Nacht! Komm Nacht! Komm wieder! Kleider fallen schamlos herab. Den fangen sie nicht ein die Lieder, den Strom der Lust, er bricht nicht ab! Strömt weiter bis ihn der Morgen zerreißt, zerstört und in die Ecke wirft. Euer Denken nur noch um Arbeit kreist, Ihr wieder Sklaven, 'normal' sein dürft. Tag und Nacht, auf und ab! Diese Ketten sollten wir endlich sprengen! Die Nacht hinein ins Helle retten, im Licht die schönste Zeit verbringen.

