ℹ️ Der Teufelskeller (schweizerdeutsch: Tüfelschäller) ist ein prähistorisches Erdrutschgebiet bei Baden in der Schweiz, das vor rund 100'000 Jahren durch eine Sackung entstanden ist. Diese hinterliess dabei am Osthang von Chrüzliberg und Baregg, den nördlichsten Ausläufern der Heitersberg-Hügelkette, ein vielfältiges System von Felstürmen und Höhlen. ℹ️ Songtext: Idee, Konzäpt & Dichtig vom B.R.Meier (Aargauer Mundart) DE TÜFELS-CHÄLLER (än alti Saag) 🏰​🌊​ Am Ufer, wo sich d Limmet dur en Fels tuet winde Cha mer hüt no d Ruine vonere mächtige Burg vorfinde Nid wiit weg, im Geäscht, umgäh vo villne Ranke Isch ä Prinzässin gsässe – verlore i Gedanke Sie het nüüt gaahnt, dass e bösi Macht Inne im Felse het gluuret und über sie gwacht. 👸🏻​ En Schpalt isch ufgange – än gähnende Schlund D Prinzässin het glueget, bis abe zum Grund Ohni Angscht, ohni Furcht, mit königlichem Muet Het sie gseit «ich stiig abe!!!», au wenn s Böse deet rueht. 👹​ Refrain: «Oh, schtiig bitte ned abe!!!» bliib im Liechter-Glanz! S isch De Tüfel i sim Chäller – mit höllischem Tanz Er nimmt dini Form – er raubt din Verschtand, Er verwandelt dich in än Baum, in än Schtei oder Sand Dini schtarch’ Arme zu Wurzle, dini schöne Bei zu Äscht Er raubt dini Seel und fiiret äs tüüflisches Fäscht. 🪨​ Doch d Prinzässin isch klätteret, abe in klaffende Schlund Isch über Fässer grollt, us Eicheholz – schwarz und rund. Verfolgt vo unheimliche Gschtalte – tüüf onde im Schpalt Isch sie purzlet – in än ändlosi Nacht. ohni Halt. 🪾🗿 D Burg isch im Morgenäbel gläge, de König het sini Tochter gsuecht Gfunde het me am Fuess vom Berg, – ihre Körper verwandlet verfluecht Fescht verwurzlet im Erde-Riich, ganz us Holz ihri Ärm und Bei De Körper verhäxt, einisch schön und so jung, jetzt nume no us Holz und Schtei. 👹​ Refrain: «Oh, stiig bitte ned abe!» bliib im Liechter-Glanz! S isch De Tüfel i sim Chäller – mit höllischem Tanz Er nimmt dini Form, er raubt din Verschtand, Er verwandelt di in än Baum, in än Schtei oder Sand Dini schtarch’ Arme zu Wurzle, dini schöne Bei zu Äscht Er raubt dini Seel und fiiret äs tüüflisches Fäscht. ⛪​ Völlig verschrocke isch mer zum Chloschter i de Nöchi g’eilt Wo Mönch mit Gebät scho vili Mänsche händ g’heilt De Abt het bätet und än Heilige agfleht, fromm und sehr lang Mit Wiirauch, Förbitte und andächtigem Chile-Gsang ✝️​ In ere Prozession isch me zur Prinzässin pilgeret – und het sie gfunde Bi de Felse, in Schtei und Baum verwandelt, am Liide sit vilne Schtunde D Mönch händ äs Heiligebild de Prinzässin a d Lippe ane gfüehrt Und de Tüüfel het abgloh, wo sie de Liebgott het gschpürt Sie het sich zrugg gwandlet in än Mänsch, wie si vorher isch gsii Und de bösi Fluech vom Tüüfel het sich glöst, de Bann isch verbii! 👹​ Schluss-Refrain: «Bitte schtiiget nid abe und bliibed im Liechter-Glanz S isch immer de Tüfel i sim Chäller mit höllischem Tanz Er nimmt dini Form, er raubt din Verschtand, Er verwandelt di in än Baum, in än Schtei oder Sand Dini schtarch’ Arme zu Wurzle, dini schöne Bei zu Äscht Er raubt dini Seel und fiiret äs tüflisches Fäscht. ... 📖 Epilog: Zum Dank für die Erlösig händ d Lüüt äs grosses Chrüz ufgschtellt Und dafür im Wald – uf em Chrüzliberg ä grossi Tanne gfällt De Tüüfel söll bliibe, wiit onde i sim Tüüfelschäller- Loch D Schrei vo de verdammte Seele, mängisch – um Mitternacht – ghört me si aber doch.! Quelle der Sage: https://nvv-schneisingen.ch/anlässe/teufelskeller ________________________________________________ Übersetzung ins Hochdeutsche: Am Ufer, wo sich der Fluss "Limmat" um einen Felsen windet Kann man die Ruine einer einst mächtigen Burg vorfinden Nicht weit weg, im Geäst und umgeben von Ranken Sass eine Prinzessin, versunken in Gedanken. Sie ahnte nicht, dass eine böse Macht Im Felsen auf der Lauer war und über sie wachte. Ein Spalt öffnete sich und es tat sich ein gähnender Schlund auf Die Prinzessin schaute hinunter bis auf den Grund Ohne Angst, ohne Furcht, mit königlichem Mut Sagte sie, "ich steige da hinunter", auch wenn das Böse dort ruht. Refrain: "oh, steig bitte nicht runter, bleib im Lichterglanz Es ist der Teufel in seinem Keller im höllischen Tanz Er nimmt deine  Form – er raubt deinen  Verstand, Er verwandelt dich in einen Baum, in einen  Stein oder zu Sand Deine starken Arme zu Wurzeln, deine schönen Beine zu Ästen Er raubt deine Seele und  feiert ein teuflisches Fest." Doch die Prinzessin klettert runter in den klaffenden Schlund Rollte über Fässer aus Eichenholz – schwarz und rund. Verfolgt von unheimlichen Gestalten – tief unten im Spalt Purzelte sie ohne Halt in eine endlose Nacht Die Burg lag im Morgennebel,  der  König suchte nach seiner Tochter Man fand sie am Fuss des Berges  – ihr  Körper verwandelt und verflucht. Fest verwurzelt  im Erdenreich, ganz aus Holz ihre Arme und Beine Der Körper verhext,  einst  schön und so jung,  jetzt nur noch aus Holz und Stein. Refrain: "oh, steig bitte nicht runter, bleib im Lichterglanz..... Völlig erschrocken eilte man zum Kloster der  Nähe Wo Mönche mit ihren Gebeten schon manche Menschen geheilt hatten. Der Abt betete und flehte einen Heiligen an,  fromm und sehr lang Mit Weihrauch, Fürbitten und andächtigem Kirchengesang. Man pilgerte zur Prinzessin in einer Prozession  und fand sie dort Bei den Felsen, in Stein und Baum verwandelt,  am Leiden viele Stunden lang. Die Mönche führten ein Heiligenbild  an die Lippen der Prinzessin Und der Teufel liess von ihr ab, als sie den lieben Gott spürte. Sie wandelte sich zurück in einen Menschen,  so wie sie vorher war. Des Teufels böser Fluch löste sich, der Bann war vorbei! Schluss-Refrain: "Bitte steigt nicht runter und bleibt im Lichterglanz..."   Epilog: Als Dank für die Erlösung  stellten die Leute ein grosses Kreuz Auf dem "Kreuzliberg" auf, dafür wurde extra eine mächtige Tanne gefällt. Der  Teufel soll bleiben, unten in  seinem Teufelskeller-Loch Die Schreie der verdammten Seelen,  ja manchmal  um Mitternacht –   vernimmt man sie aber doch!