
UNSTERBLICH Du siehst den Tod und nennst ihn Ende, als ob sich jede Nacht im Morgen fände. Du fürchtest die Nacht, weil sie dich verschlingt, weil sie dir zeigt, was das Leben nicht bringt. Doch fürchte nicht das Dunkel, fürchte nicht die Zeit, denn hinter dieser Grenze wartet die Ewigkeit. Du willst vergessen, was gestern geschah, du willst erwachen und nicht mehr sein, was du warst. Doch warum vergessen, wenn du bleiben kannst? Warum dich verlieren, wenn du alles verlangst? Kein Alter auf deiner Haut, kein Winter, der dich zerbricht, kein Grab, das dich erwartet, kein Ende in Sicht. Du könntest sehen, wie Königreiche fallen, du könntest bleiben, wenn ihre letzten Glocken hallen. Du könntest Jahrhunderte kommen und gehen sehen, während ganze Generationen im Schatten vergehen. Du könntest die Welt überdauern im Fall, wenn Mauern zerbrechen und schweigt jeder Schall. Was ist ein Menschenleben? Ein Atemzug im Wind, ein Funke, der erlischt, bevor wir wissen, wer wir sind. Doch ich kann dir geben, was kein Mensch dir verspricht: die Nacht ohne Ende, die Zeit ohne Verzicht. Unsterblich! Kein Morgen, kein Vergehen! Unsterblich! Du wirst die Jahrhunderte sehen! Unsterblich! Kein Gott nimmt dir die Zeit! Unsterblich! Ein Leben ohne Endlichkeit! Unsterblich! Kein Abschied, kein Zerfall! Unsterblich! Du überlebst sie alle! Unsterblich! Was immer auch geschieht – die Welt vergeht vor deinen Augen, doch du vergehtst nicht! Alles hat einen Preis, das weißt du ganz genau, ein Leben für die Ewigkeit, ein Herz für meine Hand. Komm mit mir, lass die Welt zurück, lass ihre kleinen Träume, ihr vergängliches Glück. Komm mit mir, wo die Dunkelheit dich kennt, wo kein Morgen dich verfolgt, weil die Nacht niemals endet. Kein Abschied, kein Vergehen, kein Fallen, kein Flehen, kein „Leb wohl“, kein Wiedersehen, nur die Ewigkeit zu sehen. Nur deine Hand in meiner Hand, nur Nacht in unserem Land, du musst nur einmal wählen und ich schenke dir die Zeit. Wenn du Nein sagst, wirst du morgen wiedersehen, wie Jahre dich berühren und Sekunden vergehen. Du wirst lieben, du wirst leiden, wirst verlieren und bereuen, wirst dich an die Zeit verschwenden, die du niemals kannst erneuern. Doch wenn du Ja sagst, wird die Nacht dich tragen, kein Morgen wird dich holen, keine Stunde wird dich jagen. Du wirst die Sterne fallen, die großen Städte brennen sehen, du wirst bleiben, wenn die letzten Namen verwehen. Warum sterben, wenn du bleiben kannst? Warum knien, wenn du stehen kannst? Warum fürchten, was du werden kannst? Warum verlieren, wenn du alles haben kannst? UNSTERBLICH! Kein Morgen, kein Vergehen! UNSTERBLICH! Du wirst die Jahrhunderte sehen! UNSTERBLICH! Kein Gott nimmt dir die Zeit! UNSTERBLICH! Du gehörst der Ewigkeit! UNSTERBLICH! Kein Ende, kein Zurück! UNSTERBLICH! Kein sterbliches Glück! UNSTERBLICH! Nur Nacht, nur Ewigkeit! Komm und nimm meine Hand – ich schenke dir die Zeit! Nur eine Entscheidung, nur ein Schritt in die Nacht, nur ein Wort, das dich verändert, nur ein Blick, der dich entfacht. Ein Leben für die Ewigkeit, ein Herz für die Nacht, ein Mensch, der sich verliert – und ein Vampir, der erwacht. UNSTERBLICH… UNSTERBLICH… UNSTERBLICH… Für alle Ewigkeit.

