
Kein Preis für eure Angst
[Intro – Female Spoken Word, ruhig, eindringlich] "Sie regieren mit Angst. Angst vor dem Anderen. Angst vor der Zukunft. Angst vor dem Krieg. Doch Angst ist nur dann mächtig, wenn wir sie bezahlen." [Verse 1 – Male Rap] Sie drehen an der Schraube, News im Dauerschleifenmodus, jede Stunde neue Schlagzeile, neues Feindbild, nächstes Lotus. "Bedrohung", "Rotstufe", "Gefahr", "Bereit zum Gegenschlag", und dein Puls geht mit nach oben, bis du gar nichts mehr fragst. Aus Furcht wird Akzeptanz, aus Zweifel stille Loyalität, du sagst: "Ich hasse Krieg", doch wählst das Kreuz, das Kriege dreht. Sie sagen: "Ohne harte Hand wird eure Welt in Stücke fall'n", und du denkst: "Vielleicht stimmt's ja" – und das war ihr Masterplan. Denn wer Angst hat, ist gefügig, unterschreibt, was er nicht will, glaubt, dass neue Waffen Frieden bringen – tödlich still. Doch kein Panzer, keine Drohne löscht den Funken in der Welt, der aus Angst gebor'n wird, wenn man Leben unter'n Preis stellt. [Pre-Chorus – Male Rap, Female leise Harmonien] Sie kalkulieren deine Sorgen wie 'ne Zahl im Rechensheet, doch du bist kein Budgetposten – du bist der, der Neinwort zieht. [Chorus – Female Lead, kraftvoll, Male Ad-libs] Kein Preis für eure Angst, nicht mein Leben, nicht mein Blut, nicht mein Schweigen, nicht mein Glaube an 'nen "Schutz" aus Stahl und Glut. Kein Preis für eure Angst, ich zahl nicht mehr mit meiner Zeit, denn eure Krisen sind Geschäft – und unsre Tränen nur ihr Kleid. [Instrumental – Piano & Pads, 8–12 Takte] [Verse 2 – Male Rap] Im Nahen Osten flieg'n Raketen, hier wird Stimmung mobilisiert, "Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns" – so wird die Masse markiert. Angst vor Blackout, Angst vor Hunger, Angst vor fremdem Pass im Haus, wer noch klar bei Sinnen bleibt, schaltet besser Filter aus. Sie malen dir den Untergang, wenn du nicht "konsequent" jetzt bist, doch verschweigen, dass die Rechnung längst auf deinem Rücken sitzt. Explodierende Kosten, volle Kliniken, leerer Tank, und in all dem Rauschen wächst 'ne Frage: Wer macht hier Bank? Es sind selten die, die zittern, wenn die Heizung nicht mehr geht, selten die, die Hamsterkäufe an der Kasse dreh'n im Spät'. Es sind die mit Zweitresidenzen, Krisenfonds und Urlaub weit, die auf Angstkurven an Börsen ihre Zukunft sich bereiten. [Pre-Chorus – Duett, schärfer] Sie kalkulieren deine Sorgen, doch sie fürchten deinen Mut, wenn du merkst: Deine Stimme ist mehr wert als jedes Schwert aus Blut. [Chorus – Duett, intensiver] Kein Preis für eure Angst, nicht mein Leben, nicht mein Blut, nicht mein Schweigen, nicht mein Glaube an 'nen "Schutz" aus Stahl und Glut. Kein Preis für eure Angst, ich zahl nicht mehr mit meiner Zeit, denn eure Krisen sind Geschäft – und unsre Tränen nur ihr Kleid. [Instrumental – Beat-Break, nur Drums & Bass, 8 Takte] [Bridge – Female Spoken Word, klar, aufrüttelnd] "Angst ist ein Werkzeug. Sie macht aus Nachbarn Gegner, aus Fragen Gehorsam, aus Menschen Munition. Doch in dem Moment, in dem du sagst: 'Ich habe Angst – aber ich handle trotzdem frei', verliert sie ihren Preis." [Verse 3 – Male Rap, kämpferisch] Lass sie sagen, was sie wollen, wir durchschauen ihr altes Script, kein "Verteidigungs"-Märchen mehr, das uns in die Schützengräben kippt. Wir steh'n auf mit nackter Angst, doch wir tragen sie nach vorn, machen aus dem Zittern eine Faust, nicht zum Schlag – nur zum Schwur. Schwur: Kein Krieg für ihren Profit, keine Opferzahl für Macht, keine Stimme für Parteien, die mit Weltbrand Kasse macht. Schwur: Wir solidarisier'n uns mehr mit "Feinden" als mit Thron, denn der Junge an der Front dort hat dieselben Tränenohn'. Wenn in Teheran, in Haifa, in Berlin die Masse spürt, dass dieselbe Angst benutzt wird, um sie alle zu verführ'n, dann wird aus Panik 'ne Bewegung, aus der Furcht ein Widerstand, und ihr Werkzeug fällt zu Boden – rostet ein in uns'rer Hand. [Pre-Chorus – Beide, leise beginnend, dann Steigerung] Sie kalkulieren uns're Ängste – doch sie haben nicht bedacht, dass geteilte Angst zur Stärke und zur klaren Grenze wird bei Nacht. [Chorus – Finales Duett, maximaler Druck] Kein Preis für eure Angst, nicht mein Leben, nicht mein Blut, nicht mein Schweigen, nicht mein Glaube an 'nen "Schutz" aus Stahl und Glut. Kein Preis für eure Angst, wir sind mehr als euer Plan, unsre Furcht wird unsrer Wut, unsre Wut wird Widerstand. Kein Preis für eure Angst – hört ihr, wie es in uns klingt? Wenn die Völker nicht mehr zahlen, fällt das Kartenhaus, das ihr euch baut, geschwind. [Outro – Instrumental, Piano und Pads, weich ausblendend, Female Spoken Word flüsternd] "Angst ist teuer. Aber nur, wenn du sie für dich rechnen lässt."

