Der Helm von Eis, der Panzer Stein, So steht er an des Südens Tor, Lässt scheinbar niemand aus und ein, Blickt scheinbar unbesiegt empor. Doch, hast du von des Maultiers Gang Auf seiner Schulter nichts gewusst? Und kennst du nicht den Eisenstrang, Der ihm durchbohrt die Felsenbrust? So sah ich den Versucher stehn In Lüge stark, in Wahrheit schwach; Er kann mich niemals hintergehn, So lang' ich mich und ihn bewach. Nicht seiner Schönheit stolze List, Nicht seine Drohung fürchte ich; Denn dass er längst besiegt schon ist, Das weiß ich, und er täuscht nur sich. So ragt der Zweifel himmelwärts, Der gern dem Hier das Dort versagt, Und blickt so finster, wenn das Herz Voll Sehnsucht nach dem Jenseits fragt. Doch trägt grad er den kühnen Steg Von Bergeswand zu Bergeswand Und tief in sich den dunklen Weg Hinüber in das helle Land. So gibts zu Gott kein Hindernis, Und sei es noch so stolz, so groß; Wer ehrlich strebt, macht sich gewiss Doch endlich von den Fesseln los Das irdische Gigantentum, Es ist nur Trug, es ist nur Schein; Der wahren Größe höchster Ruhm Gebührt nur Gott dem Herrn allein!