Song Cover Image

Keiner kommt

V6

Weißt du, was das Schlimmste ist? Du weißt genau, dass keiner kommt. Du weißt genau, was du ändern müsstest. Und trotzdem sitzt du da … und wartest auf ein Wunder. Schon wieder wach, schon wieder müde, schon wieder dieser Film im Kopf. Ich seh die andern ihre Siege feiern, und frag mich, wann bin ich mal dran, verdammt noch mal? Ich will nicht viel, nur einmal Ruhe, einmal Glück, das nicht gleich wieder geht. Vielleicht ein Treffer, eine Tür, die offen bleibt, irgendein verdammtes Zeichen, dass sich irgendwas bewegt. Ich weiß genau, das Leben zieht keine Lose, kein Hauptgewinn, der meine Sorgen einfach nimmt. Doch wenn die Scheiße bis zum Hals steht, hoff ich trotzdem, dass der Zufall mich noch findet. Keiner kommt, keiner kommt, wenn du selbst nicht weitergehst. Engel weit weg, Teufel nah, und du weißt genau, wie's läuft. Keiner kommt, keiner kommt, auch wenn du auf Wunder hoffst. Du willst raus, doch bleibst hier steh'n, bis du lernst, dich selbst zu seh'n. „Das wird schon“, ja, leck mich, was weißt du schon? Du gehst nach Hause, ich sitz weiter hier. Deine Worte sind 'nen Scheißdreck wert, denn wenn ich absauf, steht keiner neben mir. Jeder schaut auf sich, jeder will sein Stück, jeder redet groß, solange nichts passiert. Doch wenn du wirklich mal am Boden liegst, siehst du, wer noch da ist – und wer einfach verschwindet. Kein Hoffen auf 'nen Engel, der mich hier befreit, der Teufel sitzt schon neben mir und grinst mich an. Und ich frag mich, wie lang ich das noch aushalte, während ich nicht mal mir selbst helfen kann. Keiner kommt, keiner kommt, wenn du selbst nicht weitergehst. Engel weit weg, Teufel nah, und du weißt genau, wie's läuft. Keiner kommt, keiner kommt, auch wenn du auf Wunder hoffst. Du willst raus, doch bleibst hier steh'n, bis du lernst, dich selbst zu seh'n. Ich will hier raus, ich halt das nicht mehr aus, reiß alle Türen auf und find nicht mal hinaus. Ich will nur, dass dieser Scheiß in meinem Kopf verstummt, doch je stiller es hier wird, desto lauter wird der Frust. Schon wieder „morgen“, schon wieder nur ein Traum, schon wieder viel gewollt und wieder nichts getan. Ich könnt mich selber für den ganzen Mist verfluchen, doch statt was zu verändern, fang ich an, nach Glück zu suchen. Kein Engel in Sicht, doch der Teufel lacht mich an, flüstert: „Bleib doch liegen, du kommst eh nicht mehr voran.“ Ich weiß, ich muss hier raus, ich schrei es selbst heraus, doch ich find den verdammten Weg nicht aus mir raus. Keiner kommt, keiner kommt, wenn du selbst nicht weitergehst. Engel weit weg, Teufel nah, und du weißt genau, wie's läuft. Keiner kommt, keiner kommt, auch wenn du auf Wunder hoffst. Du willst raus, doch bleibst hier steh'n, bis du lernst, dich selbst zu seh'n.