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Dame, Samt und Blut

[Strophe 1] Die Sonne versinkt über San Miguel, die Luft ist erfüllt von Gelächter und Gebell. Der Kopfgeldjäger reitet in die Stadt hinein, sein Ziel ist der Saloon im Dämmerschein. [Strophe 2] Er lenkt sein Pferd durch die Straßen, Blicke folgen aus den Gassen. Er bleibt beim Saloon stehen, er steigt vom Sattel, um reinzugehen. Er schiebt die Schwingtür auf, tritt aus der Dämmerung ins Licht. Der Hut verbirgt sein Gesicht. [Refrain] Er jagt die Meute, sie ist seine Beute. Ihre Schuld beim Alten bezahlt sie heute. Vom Staub der Straße bis zum Wüstensand, jagt er sie alle durch das gottlose Land. [Strophe 3] Der Kopfgeldjäger bleibt kurz im Eingang stehen, lässt den Blick durch die Runde gehen. Er schaut nach oben zur Galerie, eine Dame sitzt auf El Viudos Knie. Dann verschwindet er hinter der Tür, die Dame folgt ihm lachend ins Quartier. [Strophe 4] Der Kopfgeldjäger tritt an die Theke, sein Blick ist hart wie Stein, sein Schatten fällt drohend an die Wand. Der Wirt schenkt ihm zitternd Whiskey ein. Er greift das Glas mit fester Hand, er trinkt es aus, das Glas bleibt stehen, schweigend beginnt er sich umzudrehen, um seinen Weg zur Treppe zu gehen. Er steigt die Stufen zum Zimmer hinauf, der Saloon hört zu atmen auf. Seine Stiefel hallen schwer, Schritt für Schritt kommt er El Viudo näher. [Refrain] Er jagt die Meute, sie ist seine Beute. Ihre Schuld beim Alten bezahlt sie heute. Vom Staub der Straße bis zum Wüstensand, jagt er sie alle durch das gottlose Land. [Strophe 5] Er steht vor der Tür, drückt die Klinke nieder, gleich findet sich El Viudo im Fegefeuer wieder. Die Tür schwingt auf, das Schicksal nimmt seinen Lauf. Der Kopfgeldjäger betritt das Zimmer, El Viudo liegt in den Kissen, die Schöne im Arm, doch beim Anblick des Fremden verblasst sein Charme. [Strophe 6] Seine Hand zuckt zum Kissen, er greift nach seinem Eisen, doch der Fremde zieht schneller. Zwei Kugeln lassen El Viudos Haut zerreißen, sein Blut spritzt rot auf den Anzug aus Samt, er ist zur Hölle verdammt. Die Dame schreit auf, Rauch steigt aus dem Lauf. [Strophe 7] Er packt die Leiche am Kragen, schleift sie die Stufen hinab. Keiner wagt es, ihm im Weg zu stehen, alle lassen ihn schweigend gehen. Stumm wirft er den Toten auf das Pferd, El Viudos Blut tropft in den Dreck, dann reitet er langsam weg. [Refrain] Das Pferd trägt die Beute, heute beginnt das Ende der Meute. Vom Staub der Straße bis zum Wüstensand, jagt er sie alle durch das gottlose Land. [Outro] Die Lichter von San Miguel verblassen in der Nacht, während der Totengräber leise auf dem Friedhof lacht. Der Mond beleuchtet bleich den Wüstensand, der Kopfgeldjäger reitet schweigend durch das weite Land. Sein Weg führt nach Santa Ana, durch Staub und Gestein, dort sucht er Bone – der Reverend wird der nächste sein. [Refrain] Er jagt die Meute, sie ist seine Beute. Ihre Schuld beim Alten bezahlt sie heute. Vom Staub der Straße bis zum Wüstensand, jagt er sie alle durch das gottlose Land [Refrain] Er jagt die Meute, sie ist seine Beute. Ihre Schuld beim Alten bezahlt sie heute. Vom Staub der Straße bis zum Wüstensand, jagt er sie alle durch das gottlose Land