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Der Absturz ist nah

Strophe 1) Das Gefühl sitzt fest, wie Blei in der Brust, eine Aggression, die ich im Stillen verliere. Tief in mir schläft sie, doch sie will nach oben, ich drücke sie nieder, durch all meine Sorgen. Man verlangt, dass ich funktioniere, Tag für Tag, dass ich ein Lächeln zeige, egal was ich trag. (Refrain) Ein Seiltanz im Alltag, kein Netz, nur der Fall, ich kämpfe, ich beiße, in diesem Widerhall. „Brav“ sein, geradeaus, ohne einen Fehler, doch mein Kopf schreit laut, ein einsamer Quäler. Es ist der Preis für den Schein, den ich wahre, die Wut in mir frisst all meine Jahre. (Strophe 2) Es ist kein Ventil für das, was da brennt, kein Wort, das diesen Zustand beim Namen nennt. Man unterschätzt, was es kostet, einfach nur zu stehen, wenn man innerlich möchte, doch nicht darf gehen. Ausgebrannt, wütend, doch nach außen hin still, ich tu, was man fordert, nicht das, was ich will. (Bridge) Keine Balance, nur ein ständiger Druck, ich bin kurz davor, ich bin kurz vor dem Ruck. Anständig bleiben – ein täglicher Zwang, doch wie lange hält das noch, dieser Klang? (Outro) Der Absturz ist nah. Das Lächeln wird schwach. Ich bin noch hier. Noch bin ich hier.