[intro] [fade in] [melodic cello] [Intro] Aus goldnen Hallen stieg ein Klang, der einst die Welt zusammenzwang. Die Türme trugen Morgenlicht, doch Macht vergaß ihr Maß und Pflicht. Wo Stimmen wie die Flammen glühn, sah Schatten durch die Saiten ziehn. [Verse 1] Sie stand im Saal bei kaltem Stein, ihr Lied fiel leis wie Sternenschein. Nicht Ruhm, nicht Heer, nicht Throngebot, sie sang den Frieden in den Tod. Ein König hörte, wie sie sang, und in der Stille wuchs sein Drang. Er sah im Lied ein Schwert aus Licht, doch sie erkannt' den Bruch im Blick. Grenzen bebten, die Nacht zog nah, kein Späher wusste, was er sah. Da formte Stolz aus Angst und Glas ein Werk, das Stimmen band und fraß. Nicht Bitten galt, nicht freier Schwur, die Lieder wurden Kriegsnatur. Was Hoffnung war, ward Bann und Brand, und Herzschlag fiel in fremde Hand. [Chorus] Isalyn sang durch Rauch und Stein, ein freier Ton, so klar und rein. Nicht gegen Nacht, nicht gegen Schmerz, sie rief zurück, was schlief im Herz. Wo Kronen brachen, Klang verging, blieb ihre Stimme, die weiterging. [Verse 2] Beim Blutmond riss der Himmel rot, die Saiten schrien im Abendtod. Siebenhundert Stimmen glühten schwer, doch Dunkel kam durch Stolz daher. Die hellen Chöre stürzten tief, als fremder Wille in ihnen rief. Die Sinne schmeckten Leid und Glut, die Herzen wurden Sturm und Blut. Sie kam aus Staub und Archivnacht, mit kleiner Harfe, schlicht gemacht. Vor ihr lachte ein schwarzer Chor, doch in ihr Herz trat Stille vor. Er stand im Schutt, die Krone fort, kein Heer, kein Schild, kein Herrscherwort. Sie sah ihn an, kalt, wund und klar, und zeigte ihm, was Wahrheit war. [Verse 3] Nicht vor ihr stand er nun im Licht, nicht über ihr mit Herrscherpflicht. Er stellte sich an ihre Seit, als Schuld ihm wurde Kampf und Kleid. Sie griff die Saiten, dünn und rein, ein Silberfaden zog hinein. Durch Asche, Raben, Feuerbrand, fand jeder Ton ein altes Band. Sie sang die Namen, tief verscharrt, die Nacht hielt fest, die Seele harrt. In schwarzen Augen schlug ein Schein, als kehrte Herz durch Asche heim. Er schnitt die Fesseln Klang um Klang, während ihr Lied durch Trümmer drang. Nicht Sieg war Ziel, nicht Ruhm, nicht Thron, nur Rettung vor dem letzten Lohn. [Chorus] Isalyn sang durch Rauch und Stein, ein freier Ton, so klar und rein. Nicht gegen Nacht, nicht gegen Schmerz, sie rief zurück, was schlief im Herz. Wo Kronen brachen, Klang verging, blieb ihre Stimme, die weiterging. [Verse 4] Das Auge oben brannte rot, es sprach von Anspruch, Macht und Tod. Da sank der König in den Staub, und nahm dem Stolz den alten Raub. Er sprach von Stimmen, die er brach, von Pflicht, die nur wie Hochmut sprach. Der dunkle Chor zerriss im Schrei, doch manche Seele wurde frei. Sie sang den allerersten Hauch, aus Blut, aus Tränen, Glut und Rauch. Die alten Schatten standen still, als ob Erinnerung sie heilen will. Nicht jeder kehrte aus der Nacht, nicht jede Wunde ward bewacht. Doch was noch Mensch im Dunkel war, fand ihren Klang und wurde klar. [Verse 5] Drei standen noch im Flammenkreis, halb Grab, halb Atem, stumm und heiß. Er hob das Schwert, doch sie trat vor, und schloss mit Liedern Tod das Tor. Die Harfe sank auf kalten Stein, nun musste bloße Stimme sein. Gebrochen, rau, doch wahr und weit, sang sie von Brot und Jugendzeit. Von Treppenlachen, Winterhand, von Lehrern, Licht und erstem Band. Da knieten sie im roten Schein, und Stille brach die Nacht entzwei. Das Reich lag wund, der Turm zersprang, kein Jubel hob sich, nur ein Klang. Aus Kellern kroch der Rest der Welt, verstört, doch nicht mehr ganz gefällt. [Chorus] Isalyn sang durch Rauch und Stein, ein freier Ton, so klar und rein. Nicht gegen Nacht, nicht gegen Schmerz, sie rief zurück, was schlief im Herz. Wo Kronen brachen, Klang verging, blieb ihre Stimme, die weiterging. [Verse 6] Er trat die Krone in den Staub, als falle letzter Stolz vom Haupt. Kein Name rief ihn hoch empor, kein Banner stieg am Himmelstor. Sie schwankte blass im Aschenwind, doch sah die Menschen, alt und Kind. Nicht einer sollte alles sein, kein Herz gehört dem Thron allein. So wuchs aus Trümmern neues Recht, nicht golden rein, doch wahr und echt. Die Hallen wurden arm und klein, doch jede Stimme durfte sein. Fortan sang man von Schuld und Mut, von freiem Klang in schwarzer Glut. Von Licht, das nicht mehr Krone trägt, sondern in Menschenherzen schlägt. [Outro] Und wenn das alte Lied verweht, wenn Asche noch im Morgen steht, dann klingt darin kein leichter Sieg, kein unverwundbar heller Krieg. Nennt die Schuld von König Caerion, und trägt doch Hoffnung wie einen Ton. [Outro] [fade out] [melodic Cello] [End]