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Lichtkante (Folk Deep House)

Der Beton atmet tief, ein graues Tier erwacht Hat die Kälte aus den tiefen Schächten weggelacht An der Ampel stehn wir still, die Gesichter blass und leer Doch unter dem Asphalt, da pocht es immer mehr Ein grüner Puls, der durch die Risse bricht Wir blinzeln ungläubig in das neue Licht Die Nischen werden besetzt, Ast für Ast Der Winter verliert seine bleierne Last Ein Zittern geht durch die Häuserwand Frühling zieht ein im Asphaltland Lichtkante – wir stehen an der Grenze zur Zeit Die Stadt streckt die Glieder, macht sich bereit Zwischen Glas und Stahl schlägt ein grünes Herz Wir lassen ihn los, den grauen Schmerz Alles dehnt sich, alles fließt Wo die Sonne die Schatten der Türme genießt Moos erobert die Fugen, ein heimlicher Sieg In den Hinterhöfen endet der Frost-Krieg Wir werfen die Mäntel ab, wie eine alte Haut Die Cafés werden belebt, es wird wieder laut Jemand lacht auf dem Balkon, ein Echo im Wind Wir sind alle wieder wie das erste Mal Kind Die Statik weicht auf, die Konturen verschwimmen Wir hören den Chor der erwachenden Stimmen Die Stadt ist ein Wesen, wir sind Teil ihrer Kraft Lichtkante – wir stehen an der Grenze zur Zeit Die Stadt streckt die Glieder, macht sich bereit Zwischen Glas und Stahl schlägt ein grünes Herz Wir lassen ihn los, den grauen Schmerz Lichtkante... Die Stadt atmet jetzt... Grün in den Rissen... Lichtkante...