
[Intro] Ein Jahr hinter Gittern... jeden Tag nur ein Gedanke: Du. Ich dachte, wenn ich rauskomme, wartest du mit offenen Armen. Aber die Koffer im Flur sprechen eine andere Sprache. Hör zu... [Part 1] Ein Jahr war vergangen, seit wir uns flüchtig sahen, Dann das Wiedersehen – der Anfang von meinem Untergang. Zehn Jahre älter, doch ich war blind vor Verlangen, Bin für dich durch jedes Feuer, durch jede Hölle gegangen. Ich wollte dir zeigen, was Werte sind, was Treue heißt, Während du mir Stück für Stück die Seele zerreißt. Keiner war da für dich, wenn die Welt dich bespuckte, Ich war der Einzige, der nicht nur feige wegkuckte! [Part ] Und mein Sohn? Er saß zu Hause und hat nach mir gefragt, „Wo bleibt Papa?“, hat er jeden Abend leise gesagt. Ich hab seine Kindheit verkauft für ein Lächeln von dir, Hab ihn vernachlässigt, Mann, die Schuld brennt in mir! Dann kam der Tag, ich nahm die Strafe für dich an, Bin für dich in den Bau, hab’ die Zeit als Sündenbock getan. Jede Nacht auf der Pritsche, das Bild von mei’m Jungen im Licht, Und die Hoffnung auf uns – heute spuckst du mir ins Gesicht! [Hook - Emotional & Druckvoll] [Voller Sound: E-Gitarren und kräftige Drums] Ich hab mein’ Sohn und meine Freiheit für dich aufgegeben, Hab gehofft, mit dir ein ehrliches Leben zu leben! Ich komm’ aus dem Bau und du hast die Koffer gepackt, Hast mich mit deinem Urlaub eiskalt geschlachtet! Du sagst: „Komm doch mit uns, wir fliegen zu dritt“, Nach allem, was ich tat, ist das dein letzter Schnitt? All die verlorene Zeit, die mir niemand mehr gibt, Ich hab’ dich geehrt – und mein Kind nicht geliebt! [Part 3] Da stehst du im Flur, die Tickets liegen bereit, Ein Jahr hinter Mauern für diese Unendlichkeit? „Er ist ganz nett“, sagst du, „komm, flieg doch mit uns mit“, Du willst mich als Statist bei eurem nächsten Schritt? Ich war im Gefängnis, damit DU heute hier stehst, Damit du heute frei in diese Sonne gehst! Zehn Jahre älter... ich war so ein Narr, Dass ich dachte, dass Liebe bei dir jemals ehrlich war. [Bridge] [(Die Musik wird leiser, sehr intensiv gesprochen, nur eine sanfte Steel-Gitarre im Hintergrund] Du hast nie verstanden, was ich wirklich getan hab. Hör mir gut zu: Vertraue dem Overthinker, der sich trotz aller Zweifel für dich entscheidet. Denn er hat jede Angst gespürt, jedes Szenario durchlebt und jeden Grund gekannt, wegzugehen. [Kurze Stille] Und trotzdem bin ich geblieben. Bis heute. [Outro] [Beat bricht ab, nur noch das Klavier spielt leise weiter] Flieg ruhig weg... genießt die Zeit unter Palmen. Ich geh jetzt zu der Tür, die ich viel zu lange ignoriert habe. Ich fahr’ zu meinem Sohn. Ich weiß nicht, ob er mir verzeiht...

