
Der Luxus eines Kopfes - 17.02.2009
Der Luxus eines Kopfes Es ist einen Gedanken wert, sich den Gedanken darüber zu machen wie kostbar es ist, sich nicht in ein Gedankengefängnis einsperren zu lassen. Der Luxus eines Kopfes und diesen auch noch unverhüllt zu tragen ist doch einen Jubel wert. Der Gedanke der gedacht wird und sich in der Meinung reflektieren möchte ist ein hohes Freiheitsgut. Wie arm sind doch die heutigen Gedankenmacher, sie müssen vorher überlegen, was sie laut denken dürfen und was nicht. Ständig müssen die Gedanken auf Linie sein, welch eine Gedankenfolter. Wie schlimm muss es doch sein, zu schlecht gut und zu gut schlecht zu sagen. Die Gedankenverdammnis ist heute wie eine Peitsche die über die Massen herniederfährt, wenn sie es nur wagen, den für sie gemachten Gedanken zu widersprechen. Das macht doch so viel Arbeit. Und ich juble, mir Gedanken zu machen und notfalls dafür zu leiden… Aber so ist das mit der Freiheit, sie fängt in Gedanken an und dort endet sie. Der Luxus eines Kopfes ist unermesslich und die Krönung ist es, einen Mund zu haben, doch der wird von der Gedankenüberwachung strikt zensiert, wenn nicht gänzlich verboten, also totgeschwiegen. Gedankengefängnisse haben Hochkonjunktur. Die Stäbe der Gefängnisse sind in vielen Gesichtern förmlich zu sehen und das, weil man nicht selten für billigen Frieden seine Gedanken hergab und sich in einem Gefängnis wiederfand, in dem die Türen offenstehen, es aber niemand wagt an den Gedankenwächtern vorbei in die Freiheit zu entschwinden. Das war so ein Gedanke der nicht im Kopf bleiben konnte.

