Ich bleib dir treu. Du wardst mit mir geboren Als mein Begleiter für das Erdental. Wir gingen uns niemals, niemals verloren; Ich war die Welt; du warst mein Sonnenstrahl. Ja, ich die Welt! Es ist der Schöpfung Ganzes Im Menschen klein, doch völlig dargestellt, Und atmet es im Lichte deines Glanzes, So ist es eine große, schöne Welt. Ich bleib dir treu. Es wechselten die Zeiten Es kamen Jahre, Monde, Tag und Nacht. Sie waren Bilder einstger Ewigkeiten, Und du hast sie verständlich mir gemacht. Ich leb ein äußres und ein innres Leben, Eins mehr für hier, das andre mehr für dort, Und soll ich beiden Ziel und Richtung geben, So find ich nur durch dich das rechte Wort. Ich bleib dir treu, du herrlicher Gedanke, Dass Gott auch meine kleine Welt regiert. Vor dir fällt jede, auch die letzte Schranke, An welcher selbst der Mut den Mut verliert. Du warst die einzge Leuchte mir auf Erden Und wirst sie mir für ewig, ewig sein. Wer darnach trachtet, selig einst zu werden, Der wird es nur durch dich, durch dich allein.