
Die Sanduhr Der Sand rinnt durch das kleine Nadelöhr, ist im Durchlaufen des selben fast nichts mehr, danach wird`s dafür wieder umso mehr. Auch nicht mehr, als vorher vorhanden war. Stellen Sie sich eine Sanduhr vor, fünfzehn Minuten rieselnder Sand. In der Sauna beobachte ich gerne den Sand, der mir sagt, wieviel Zeit verronnen ist. Aus dem Vollen wird nichts und das Nichts wird alles. Auf dem Weg hierher, wo ich gerade sitze, hatte ich das Bild von dieser Sanduhr im Kopf, so komm ich mir auch vor. Der Sand meines Lebens rieselt durch das mir gesetzte Nadelöhr, kein Körnchen hat das Recht, zurückzubleiben. Warum da durch, für andere zum Zeitmaßstab werden? Der Sand hat sich das nicht selbst ausgesucht. Wohin reicht die neue Fülle. Meine Zeit von einem End her, ist noch nicht um, jedoch ein Gutteil meiner Person hat das andere, zu füllende Ende schon erblickt. Also doch ein bisschen Zeitmaßstab. Die Sanduhr ist als Bild in mir.

