
Vorwort (Stressigen Zeiten wird geholfen) - 30.12.2000
Vorwort Stressigen Zeiten wird geholfen Überall musst sein, alles sollst kennen und wissen und sehen und hören und lesen. Der Druck wird immer größer. Das was man früher an einem Tag zu zweit machen musste, soll man nun allein in der Hälfte der Zeit schaffen. Da sitzt man nun mit Kloß im Hals, Herzklopfen, Magenschmerzen und dem Gefühl des Ausgeliefertseins. Dabei soll Stress zunächst einmal etwas Positives sein. Die Adrenalinschübe im täglichen Arbeitsdschungel sollen ja den vielversprochenen Reiz ausmachen. Das ich nicht lache! Immer mehr Menschen leiden unter dem Burnout-Syndrom, haben eine Leere in den Augen und fühlen sich wie ausgebrannte Erde. Und dann kommt noch die Freizeit des Doktor Wunderbar. Sein Rezept: „Mit einer gut ausgewogenen Persönlichkeits-Organisation wollen wir den Stress erst gar nicht hereinlassen.“ Regelmäßiges Fitness-Training für den Körper, zwei Stunden Meditation zwischen Training und Hausarbeit, dabei immer lächeln und positiv denken. Da halt ich es doch lieber wie die Weinbergschnecke, mit Langsamkeit erfolgreicher und glücklicher werden. Wer langsam lebt, lebt gesünder, atmet tiefer, hat weniger Angst und lebt länger. Mit weniger Energie verzettelt man sich seltener, handelt überlegter und trifft die besseren Entscheidungen. Somit nehme ich mir jetzt ein wenig Zeit, setze mich bequem auf mein Sofa und lese ein paar Geschichten vom boarischen Dichter bei einer Tasse Tee. Ich lasse meine Gedanken jetzt auf Wanderschaft gehen, genieße die erholsame Ruhe und komme so mit meinem Rezept stressfrei in den neuen Tag. PS: Wenn nicht anders verordnet, täglich eine halbe Stunde. Harald H.

