[Verse 1] Am Strand, zwei Liegen zu nah für Zufall, ich seh sie da, barfuß, Sonnencreme auf der Haut. Sie lacht mit der Freundin nebenan, und ich denk nur: verdammt, wie komm ich da ran? Ich lieg da mit Sand an den Knien, tu so, als wär ich tief in ein Buch drin. Doch jedes Mal, wenn sie sich kurz zu mir dreht, fällt mir wieder ein, dass mein Herz zu laut schlägt. Ich sammle schon Worte, doch die sind zu klein, will cool wirken, doch ich kann’s einfach nicht sein. Und ehe ich’s check, packt sie schon ihre Tasche, geht den Steg entlang, und ich steh da wie’n Trottel in der Sonne. Abends dann, draußen an der Open-Air-Bar, Licht auf den Tischen, Musik viel zu laut, aber klar: Da steht sie wieder, als wär’s nicht geplant, und ich denk: Wenn nicht jetzt, dann wohl nie im ganzen Land. Ich nehm all meinen Mut, geh rüber an den Tresen, frag nur: „Ist der Platz hier frei, oder kann man hier gewesen?“ Sie grinst, schaut hoch, sagt: „Setz dich doch her.“ Und ich weiß sofort, der Abend wird mehr. Sie lacht, als wär’s das Normalste der Welt, als ich endlich den Satz ausspreche, der zählt: „Ich hab dich am Strand schon die ganze Zeit geseh’n.“ Und sie sagt: „Ja, ich auch — ich dacht schon, du trau’st dich nie.“ [Pre-Chorus] Und plötzlich wird aus Zufall ein Plan, wir reden uns durch die Nacht, als wär’s längst so dran. Sie sagt: „Du guckst, als würdest du gleich flieh’n.“ Ich sag: „Vielleicht bleib ich nur, wenn du mich mitnimmst.“ [Chorus] Zu nah für Zufall, zu nah für allein, du und ich im Sand, und die Sonne fällt rein. Ich brauch kein großes Zeichen, kein perfektes Timing, wenn du da bist, wird aus „vielleicht“ direkt ein „wir zwei hier“. Zu nah für Zufall, das seh sogar ich, du lachst mich an und der Rest sortiert sich. Handtuch neben Handtuch, Herz an Herz vorbei, am Strand, zwei Liegen zu nah — und plötzlich sind wir frei. [Verse 2] Am nächsten Morgen riecht die Luft nach Kaffee, jemand spielt leise aus ’nem alten Bluetooth-Gerät. Sie kommt im Shirt von gestern aus dem Haus, sagt: „Ich hol uns was zu trinken, du hältst hier den Platz aus?“ Wir teilen Pommes in so ’ner Papierbox am Kai, sie erzählt von den Orten, wo sie vorher schon war. Ich erzähl von zu viel Denken, zu wenig Mut, und sie sagt: „Das ist okay, du machst das schon gut.“ Dann zieht der Himmel langsam auf warmes Blau, Kinder bauen Burgen, ein Hund rennt durchs Tau. Sie zeigt auf die Wellen und springt einfach los, und ich steh kurz still, dann lach ich mich bloß. Ich lauf hinterher, Hose nass bis zum Knie, sie ruft über die Schulter: „Jetzt komm schon, oder nie!“ Und ich merk, wie leicht sich ein schwerer Tag dreht, wenn jemand da ist, der dich ohne Fragen versteht. [Pre-Chorus] Kein großes Kino, kein Feuerwerk im Takt, nur deine Hand an meiner, ganz unverkrampft. Du sagst: „Das Leben ist laut, aber heut nicht für mich.“ Und ich sag: „Dann bleiben wir hier, bis es wieder hell wird.“ [Chorus] Zu nah für Zufall, zu nah für allein, du und ich im Sand, und die Sonne fällt rein. Ich brauch kein großes Zeichen, kein perfektes Timing, wenn du da bist, wird aus „vielleicht“ direkt ein „wir zwei hier“. Zu nah für Zufall, das seh sogar ich, du lachst mich an und der Rest sortiert sich. Handtuch neben Handtuch, Herz an Herz vorbei, am Strand, zwei Liegen zu nah — und plötzlich sind wir frei. [Bridge] Später am Steg, die Lichter gehen an, du lehnst dich an mich, als wär’s der einfachste Plan. Der Wind riecht nach Salz, die Musik klingt fern, und ich denk: So ein Glück passiert einem nicht gern. Aber manchmal doch. Manchmal sitzt es da, mit nassen Haaren, einem Grinsen und „Na?“ Und alles, was vorher zu schwer war und stumm, wird ganz leicht, wenn du mich ansiehst und sagst: „Komm.“ [Final Chorus] Zu nah für Zufall, zu nah für allein, du und ich im Sand, und die Sonne fällt rein. Ich brauch kein großes Zeichen, kein perfektes Timing, wenn du da bist, wird aus „vielleicht“ direkt ein „wir zwei hier“. Zu nah für Zufall, jetzt sing ich es laut, vom ersten Blick bis zu dem Abend am Tresen im Blaulichtgrau. Handtuch neben Handtuch, und der Rest ist vorbei, am Strand, zwei Liegen zu nah — und ich bleib bei dir dabei. Am Strand, zwei Liegen zu nah für Zufall, ich seh sie da — und diesmal bleibt’s nicht nur ein Traum im Sand.